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BISp vergibt Forschungsprojekt zum „Immunsystem-Nachwuchsleistungssport"

06.06.2011
Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft fördert über 4 Jahre ein Projekt zu „Immunsystem – Nachwuchsleistungssport“.
Vom Talent zum Spitzensportler
Auf der langen Reise vom Talent zum erfolgreichen Spitzensport gibt es keine Abkürzungen, vielmehr sind große Hürden zu überspringen, besonders der Übergang vom Junioren- in den Profibereich. Leistungssport ist verbunden mit körperlichem, psychischem und sozialem Stress und kann so die Gesundheit von Sportlerinnen und Sportlern nachhaltig negativ beeinflussen. Hohe Trainings- und Wettkampfintensitäten bei außerordentlichen Trainingsumfängen bestimmen den Alltag und bewirken höchste physische und psychische Belastungen.
Auswirkungen auf das Immunsystem
Die Ziele im Nachwuchsbereich sind nur mit einer systematischen Belastbarkeitssteigerung unter Sicherung der Belastbarkeit und der Gesundheit erreichbar. Die Vermeidung von Überbelastungs- und Übertrainingsymptomen ist daher ein vorrangiges Ziel in der sportmedizinischen Betreuung im Nachwuchsleistungssport. Aus diesem Grund wird in dem Projekt das Immunsystem näher betrachtet. Infektionen, insbesondere der Atemwege und des Verdauungstraktes, stellen beim Sporttreiben ein großes Risiko dar.
Hilfestellung für den Spitzensport
Zur Zeit fehlen geeignete Methoden für eine individuelle sportimmunologische Leistungsdiagnostik. Die Messungen der meisten Immunparameter erfolgen invasiv und benötigen teilweise hohe methodische Anforderungen, die in der Praxis zur Routinebestimmung nicht einsetzbar sind.

Ziel des Projektes ist es, ein „Belastbarkeitsmodell des Nachwuchsathleten“ zu entwickeln. Neben spezifischen immunologischen Aspekten wird der Athlet als „biopsychosoziales“ Wesen in seiner Gesamtheit erfasst. Dabei sollen diagnostische Verfahren und Interventionsmethoden zur Gesunderhaltung der Nachwuchsathletinnen und -athleten entwickelt werden.

Eckdaten zum BISp-Forschungsprojekt „Immunsystem-Nachwuchsleistungssport“
Laufzeit: 01.10.2009 bis 30.09.2013
Gesamtprojektleitung: PD Dr. Bernd Wolfarth (leitender Oberarzt Abt. für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München; leitender Olympiaarzt des DOSB)
Wissenschaftliche Kooperationspartner:
Technische Universität München
Projektbeirat:
Prof. Dr. Klaus-Michael Braumann, Universität Hamburg
Dr. Bernd Dörr, Merchweiler
Prof. Dr. Barbara Gärtner, Universitätsklinikum des Saarlandes
Dr. Thomas Giese, Universitätsklinikum Heidelberg
Prof. Dr. Manfred Wegner, Universität Kiel
DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund)
Pressekontakt:
Klaus Klein (BISp), Telefonnummer: 0228 99 640 9060

Klaus Klein | idw
Weitere Informationen:
http://www.bisp.de

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