Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Biokratie-Preis für umweltrechtliche Forschung verliehen

06.06.2012
Die Forschungsstelle Umweltrecht an der Universität Hamburg hat heute, am 6. Juni 2012, den Biokratie-Preis an Dr. Angela Schwerdtfeger und Prof. Dr. Jan-Hendrik Dietrich verliehen. Der Hamburger Unternehmer und Umweltpionier Dr. Georg Winter stiftete den mit 14.000 Euro dotierten Forschungspreis für die besten wissenschaftlichen Arbeiten über Mitwirkungsrechte der Natur. Bei der Preisverleihung im Gästehaus der Universität hielt der bekannte Physiker und Naturphilosoph Prof. Dr. Klaus Michael Meyer-Abich die Festrede.

Wie können die Rechte der Natur angesichts von Klimawandel, Artensterben und Umweltzerstörung geschützt und nachhaltig verbessert werden? Diese Fragestellung umweltrechtlicher Forschungen zieht sich wie ein roter Faden durch die jetzt mit dem Biokratie-Preis ausgezeichneten Dissertationen von Angela Schwerdtfeger und Jan-Hendrik Dietrich.

Schwerdtfeger untersucht den Einfluss der völkerrechtlichen Vorgaben der Aarhus-Konvention auf das Klagerecht von Umweltverbänden und Einzelpersonen im deutschen Verwaltungsrechtsschutz. Dietrich hat den Zielkonflikt zwischen Umweltschutz und Landesverteidigung mit militärisch bedingten Umweltbelastungen in seiner Doktorarbeit an der Universität Hamburg analysiert.

„Die beiden Forschungsarbeiten behandeln Schritte auf dem Weg zur staatlichen Anerkennung und zur gesellschaftlichen Wahrnehmung der Rechte der Natur", erklärte der Festredner Prof. Dr. Klaus Michael Meyer-Abich. Worin die Rechte der Natur letztlich bestehen sollen und was sie schützen, war der Gegenstand seines Vortrags. „Wir wahren die Menschenwürde nur dann, wenn wir auch für die Würde und die Rechte der Natur eintreten“, erläutert Dr. Georg Winter seine Motivation, den Biokratie-Preis zu stiften.

Der Verein zur Förderung der umweltrechtlichen Forschung e.V. unterstützt die Arbeit der Forschungsstelle seit 1989. Die Forschungsstelle Umweltrecht, die von Prof. Dr. Ivo Appel, Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem, Prof. Dr. Hans-Joachim Koch und Prof. Dr. Ulrich Ramsauer geleitet wird, widmet sich seit über 20 Jahren der problemorientierten Erforschung und Fortentwicklung des umweltrelevanten Rechts aus interdisziplinärer Perspektive. Dabei spielt die internationale Dimension des Umweltvölkerrechts eine ebenso wichtige Rolle wie die Zusammenarbeit mit umweltschutzrelevanten Fachwissenschaften. Zu den Aktivitäten gehören Lehrveranstaltungen, Symposien, Fachseminare, Kolloquien und Expertenseminare. Zudem gibt die Forschungsstelle die Schriftenreihe „FORUM Umweltrecht“ mit Beiträgen, Dissertationen und Habilitationsschriften zu umweltrechtlichen Themen heraus.

Für Rückfragen:
Kerstin Gröhn
Fakultät für Rechtswissenschaft
Tel.: 040-428 38-57 60
E-Mail: kerstin.groehn@jura.uni-hamburg.de

Birgit Kruse | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hamburg.de

Weitere Berichte zu: Biokratie-Preis Dissertation Umweltrecht

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Red Dot Design Award für die dormakaba 360°City App
09.12.2016 | Kaba GmbH

nachricht Zweimal Gold beim Architects’ Darling Award 2016 für dormakaba
28.11.2016 | Kaba GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

17.01.2017 | Physik Astronomie

Wasser - der heimliche Treiber des Kohlenstoffkreislaufs?

17.01.2017 | Geowissenschaften

Kieselalge in der Antarktis liest je nach Umweltbedingungen verschiedene Varianten seiner Gene ab

17.01.2017 | Biowissenschaften Chemie