Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bessel-Forschungspreis für Markus Aspelmeyer: Deutscher Wissenschaftspreis an Quantenphysiker der Universität Wien

03.05.2010
Der Quantenphysiker Markus Aspelmeyer von der Universität Wien erhält den deutschen Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis der Alexander von Humboldt Stiftung. Er wird für seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der experimentellen Quantenoptik und Quanteninformation, insbesondere für seine Pionierarbeiten zur Quanten-Opto-Mechanik, ausgezeichnet.

Der Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis wird jährlich von der deutschen Alexander von Humboldt-Stiftung an vielversprechende ForscherInnenpersönlichkeiten aus dem Ausland verliehen. Ausgezeichnet werden herausragende WissenschafterInnen, die sich in ihrem Fach durch Auszeichnungen und positive Resonanz auf Veröffentlichungen bereits internationale Anerkennung erarbeitet haben. Die Nominierung erfolgt durch WissenschafterInnen in Deutschland. "Die Ehrung mit diesem Forschungspreis freut mich natürlich sehr", sagt Preisträger Markus Aspelmeyer, seit August 2009 Professor für Quantum Information on the Nanoscale der Universität Wien.

Vielversprechender Nachwuchsforscher

Aspelmeyers Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Grundlagen der Quantenphysik, Quantenoptik und Quanteninformation. International besonders auf sich aufmerksam gemacht hat er durch seine Arbeiten zur quantenoptischen Kontrolle mikro- und nanomechanischer Systeme (Quanten-Opto-Mechanik). 2008 erhielt der erfolgreiche Experimentalphysiker mit dem START-Preis den höchstdotierten Wissenschaftspreis Österreichs für NachwuchsforscherInnen unter 35 Jahren. 2009 wurde ihm der ERC Grant des Europäischen Forschungsrats zuerkannt. Zu seinen bisherigen wissenschaftlichen Stationen zählen u. a. die Ludwig-Maximilian Universität (LMU) München, das Institute for Condensed Matter Theory (ICMT) der Universität Illinois in Urbana-Champaign sowie die Österreichische Akademie der Wissenschaften.

Forschungsaufenthalte in Potsdam und Berlin

Der mit 45.000 Euro dotierte Bessel-Preis beinhaltet die Einladung, selbst gewählte Forschungsvorhaben in Deutschland in Kooperation mit FachkollegInnen durchzuführen. "Wissenschaftlich eröffnen sich mir durch den Forschungsaufenthalt in Deutschland neue Möglichkeiten zur internationalen Zusammenarbeit", freut sich Markus Aspelmeyer, der in den kommenden zwei Jahren zeitweise in Potsdam und Berlin tätig sein wird: "Dort werde ich mit zwei hervorragenden Forschungsgruppen rund um Jens Eisert von der Universität Potsdam und Achim Peters von der Humboldt-Universität zu Berlin an gemeinsamen Projekten arbeiten."

Preisverleihung im Beisein des deutschen Bundespräsidenten

Die offizielle Verleihung der Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreise findet im Juni im Rahmen der Jahrestagung der Alexander von Humboldt-Stiftung in Berlin im Beisein des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler statt. Insgesamt vergibt die Stiftung jährlich bis zu 25 der begehrten Auszeichnungen.

Rückfragehinweis
Mag. Alexandra Seiringer
Group Prof. Aspelmeyer
Quantum Optics, Quantum Nanophysics and Quantum Information
Universität Wien
+43-1-4277-725 31
aspelmeyer-office@univie.ac.at

Veronika Schallhart | idw
Weitere Informationen:
http://aspelmeyer.quantum.at/
http://public.univie.ac.at/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht Sensible Daten besser analysieren
16.02.2017 | Georg-August-Universität Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften