Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bertram-Stiftung fördert Projekte zu Schwarmintelligenz für Morbus-Crohn-Patienten und dem chinesischen Gesundheitssystem

30.01.2012
Studenten der Universität Witten/Herdecke bekommen Reisekosten-Beihilfe

Den mit 3.000 Euro dotierten 1. Preis der Helmut-und-Gisela-Bertram-Stiftung für Wirtschaftswissenschaft erhält in diesem Jahr Jermain Christopher Kaminski. Er möchte mit der Förderung die Weiterentwicklung einer Website für Morbus-Crohn-Patienten vorantreiben und im Rahmen der Abschlussarbeit in den USA wissenschaftlich aufbereiten.

?Ich habe mich in den vergangenen Jahren und am Massachusetts Institute of Technology (MIT) umfassend mit dem Thema der Schwarmintelligenz beschäftigt, hierbei bin ich mit meinen Kollegen auf diese Anwendungsmöglichkeit gestoßen. Das Projekt ist ein soziales Netzwerk für Menschen, die an der Autoimmunerkrankung Morbus-Crohn leiden, deren konkrete Ursache und optimale Therapie nur unzureichend erforscht ist?, erklärt Kaminski die Idee.

Im März 2012 wird eine Vorversion der Website an der Ost- und Westküste gestartet. ?Es gibt in den USA und Europa zusammen rund 6 Millionen Patienten, bisher aber kaum Austausch und Vernetzung unter ihnen, trotz einer hohen Internetaffinität der oft jungen Patienten?, schildert er seinen Ansatzpunkt. In einem Netzwerk vom MIT, der Universität Köln, dem Savannah College of Art & Design, sowie Ärzten des Cincinatti Children´s Hospital und der Harvard Medical School wird die Website erarbeitet, die Prinzipien von Online-Dating, Wikipedia und Facebook vereint und mit entsprechenden Passungs-Algorithmen die Patienten miteinander verbindet.

?Es geht darum, ein Netzwerk zu ermöglichen, in welchem sich Patienten einfach über Therapieerfolge und innovative Behandlungsmethoden austauschen sowie lokal arrangieren können. Wir setzen dabei weniger auf medizinische Daten als vielmehr auf weiche Faktoren wie zum Beispiel Interessen oder die Familiensituation. Studien zur Homophilie und der Emergenz unterstützen diesen skalierbaren Ansatz, da die Konzentration auf kollektive Lösungen statt individueller Probleme die Kreativität des Schwarms erhöht. Wir sind glücklich, wenn wir die Lebensqualität der Menschen erhöhen können.?

Der mit 2.000 Euro ausgestattete zweite Preis geht an David Weis. Nach Abschluss seines Bachelors in ?Politik und Wirtschaft Ostasiens? studiert er seit 2008 gleichzeitig Wirtschaft und Medizin an der Universität Witten/Herdecke. Er möchte mit dem Preisgeld seine Master-Arbeit über die Krankenversicherung in China vor Ort erstellen. ?In China sind zurzeit etwa 90 Prozent der Bevölkerung krankenversichert. Das ist erst mal ein Erfolg der Reformbemühungen, auch wenn man über den Zugang und den unzureichenden Schutz viel diskutieren kann?, schildert er seine Idee.

?Mir geht es darum herauszufinden, welche weiteren Reformen nötig sind, um das bevölkerungsreichste Land zukunftssicher zu machen.?

Die Eheleute Gisela und Helmut Bertram haben 1998 einen Fonds gegründet, aus dessen Erträgen die Universität gefördert wird. Eine der Förderungen besteht in einem Reisekosten-Zuschuss für Wirtschaftswissenschaftler, die im Ausland eine vielversprechende Abschlussarbeit beginnen wollen.

Außerdem können Studierende der Universität Witten/Herdecke Studienbeihilfen, Stipendien und Reisekostenzuschüsse aus der Bertram-Stiftung erhalten. Überzeugt hat die Stiftung insbesondere das Witten/Herdecker Konzept einer fachlich hochqualifizierten und praxisorientierten Ausbildung in Verbindung mit dem Angebot des Studium fundamentale.

Weitere Informationen unter 02302/926-805/849 Bilder der Preisträger bieten wir zum Download an unter http://www.uni-wh.de/universitaet/presse/presse-details/artikel/bertram-stiftung-foerdert-projekte-zu-schwarmintelligenz-fuer-morbus-crohn-patienten-und-dem-chinesi/

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine
Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als
Modelluniversität mit rund 1.300 Studierenden in den Bereichen Gesundheit,
Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma
Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit
Werteorientierung und Persönlichkeitsbildung.
Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Kay Gropp | Universität Witten/Herdecke
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise