Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erste Verleihung des Exzellenzpreises Soziale Arbeit 2007 der HAW Hamburg

29.10.2007
Im Siemens-Festsaal in Hamburg St. Georg wurde heute der mit 5.000 Euro dotierte "Exzellenzpreis Soziale Arbeit" durch den Hamburger Wissenschaftssenator Jörg Dräger und die Fakultät Wirtschaft und Soziales der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) verliehen.

Der in diesem Jahr erstmals verliehene Sozialpreis soll in Zukunft jährlich durch ausgesuchte Personen des öffentlichen Lebens vergeben werden. Ausgezeichnet werden Ausnahmepersönlichkeiten, die durch langjähriges, qualitätsorientiertes und herausragendes Engagement Vorbildliches im Bereich der Sozialen Arbeit in Hamburg geleistet haben.

Der Exzellenzpreises Soziale Arbeit verfolgt das Ziel, die Reputation der Sozialbranche nachdrücklich zu verbessern und ihre gesamtgesellschaftliche Bedeutung herauszustellen.

Initiator des Exzellenzpreises Soziale Arbeit ist Dr. Jens Weidner, Professor für Kriminologie/Erziehungswissenschaften an der Fakultät Wirtschaft und Soziales der HAW Hamburg. Hintergrund der Preisidee und -gestaltung eines Exzellenzpreises Soziale Arbeit ist der chronisch unterbewertete Status der Sozialen Arbeit. Hierin begründet sich auch die Preisgeldvergabe. Im Mittelpunkt der Auszeichnung steht die Person mit ihrer sozialen Leistung.

Das Preisgeld geht an sie und nicht an das soziale Projekt: Persönliches Engagement wird persönlich gewürdigt, dieses Konzept unterscheidet den Exzellenzpreis Soziale Arbeit von vielen anderen. Weitere Voraussetzungen für eine Nominierung sind: Man kann sich nicht auf den Sozialpreis bewerben, sondern wird vorgeschlagen von Führungskräften der Sozialbranche, Professoren der HAW Hamburg oder dem Rauhen Haus, woher auch der Preisträger 2007 kommt. Preisträger müssen in Sozialer Arbeit/Sozialpädagogik diplomiert sein und eine langjährige exzellente und vorbildliche Soziale Arbeit leisten.

Der diesjährige Preisträger Peter Schröder-Reineke leitet im Diakonischen Werk Hamburg den Bereich Integration und Soziale Beratung. Seinem Engagement haben wir Sozialprojekte wie die Nacht der Wohnungslosen, Ämterlotsen, Mitternachtsbus, Kirchenkaten oder die Schuldner- und Insolvenzberatung zu verdanken.

Die hochkarätig besetzte Jury aus Professoren der HAW Hamburg und anerkannten Personen der Sozialbranche und des Stiftungswesens wählte Peter Schröder-Reineke unter acht nominierten Kandidaten einstimmig aus. Das Preisgeld von 5.000 Euro, das für 10 Jahre bereits feststeht, ist gespendet von Professoren der HAW Hamburg ebenso wie von Geschäftsleuten überwiegend aus dem Hamburger Lions Club. Ebenso unterstützt Siemens die Preisverleihung des Exzellenzpreises Soziale Arbeit mit Räumlichkeiten und Catering.

Wissenschaftssenator Jörg Dräger, Ph.D. (Cornell U.): "Ich freue mich, den Exzellenzpreis Soziale Arbeit der Hochschule für angewandte Wissenschaften zum ersten Mal übergeben zu können. Dadurch wird die besondere Anerkennung von Persönlichkeiten mit herausragendem Engagement im sozialen Bereich möglich. Ohne das Engagement des ersten Preisträgers, Herrn Peter Schröder-Reineke, gäbe es wichtige Sozialprojekte wie die "Nacht der Wohnungslosen" oder den "Mitternachtsbus" in Hamburg nicht. Leider ist dieses Engagement in unserer Gesellschaft nicht immer so ausgeprägt. Der neu gestiftete Preis ist nun ein eindeutiges Signal, dass soziales Engagement dauerhaft einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft hat und haben muss."

Prof. Michael Stawicki, Präsident der HAW Hamburg: "Der Exzellenzpreis Soziale Arbeit ist eine tolle Initiative. Er zeigt, dass es auch beim sozialen Engagement - wie bei technischen Entwicklungen und künstlerischen Werken - besonders hervorzuhebende Leistungen gibt. Und er lenkt dadurch die Aufmerksamkeit verdientermaßen auf "Helden des Alltags", die sonst eher im Verborgenen wirken."

Prof. Jens Weidner: "Ohne das soziale Engagement dieser tausend unentdeckten und meist stillen sozialen Hilfestellungen hätten wir in unserer Gesellschaft viel mehr Konflikte, Kriminalität, Armutskämpfe und gefährdete Kinder. Wir hätten eine viel größere gesellschaftliche Unruhe, ähnlich den südamerikanischen Verhältnissen. Wir möchten diesen Menschen mit dem Sozialpreis sagen: Ihr seid richtig gut. Ihr seid exzellent!, wobei das Wort Exzellenz hier um die soziale Dimension erweitert wird."

Michael Westhagemann: Geschäftsleiter Siemens AG Region Deutschland - Hanse: "Als Gastgeber freuen wir uns, dass die Stadt Hamburg das soziale Engagement von Hamburger Bürgern mit dem Exzellenzpreis Soziale Arbeit besonders würdigt. Im Rahmen unserer Stiftungsarbeit im Stadtteil St. Georg sehen wir den immer noch hohen Bedarf an sozialer Förderung und hoffen, dass sich noch mehr Hamburger Unternehmen entschließen, diese wichtige Arbeit für die Gesellschaft aktiv zu unterstützen."

Kontakt HAW Hamburg, Fakultät Wirtschaft und Soziales, Prof. Dr. Jens Weidner
Tel. +49.40.816 405, E-Mail: info@prof-jens-weidner.de

Dr. Katharina Jeorgakopulos | idw
Weitere Informationen:
http://www.haw-hamburg.de
http://www.diakonie-hamburg.de

Weitere Berichte zu: Exzellenzpreis HAW Sozialbranche Sozialpreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope
20.10.2017 | Freie Universität Berlin

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise