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Zelltod-Forschung an der Uni Ulm: Dr. Lüder Hinrich Meyer mit Siebert-Preis ausgezeichnet

24.09.2007
Dr. Lüder Hinrich Meyer vom Universitätsklinikum Ulm ist dieser Tage in Mainz von der Stiftung Kinderkrebsforschung mit dem Lina Marguerite Siebert-Preis für hervorragende Forschung auf dem Gebiet der Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen ausgezeichnet worden.

Der an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin als Funktionsoberarzt tätige Wissenschaftler erhielt den mit 6000 Euro dotierten Preis für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Zelltod-Forschung bei Leukämien von Kindern. Für Forschungsarbeiten über den programmierten Zelltod, von den Medizinern als Apoptose bezeichnet, waren in den vergangenen Jahren bereits mehrere Ulmer Kinderkliniker ausgezeichnet worden.

"Auch wenn bei der Behandlung von Kindern mit akuter Leukämie Heilungsraten von bis zu 80 Prozent erreicht werden, versagt bei etlichen Patienten die Therapie und sie erleiden Rückfälle ihrer Erkrankungen", sagt Dr. Meyer und erläutert seine preiswürdige Arbeit: "Eine mögliche Erklärung für das Versagen der Therapie ist eine fehlende Aktivierung von Signalen, die den programmierten Zelltod steuern."

Bei der Untersuchung von kindlichen Leukämiezellproben - isoliert aus Knochenmark oder Blut - konnte die von ihm geleitete Forschergruppe nachweisen, dass eine intakte Signalregulation beim programmierten Zelltod für eine erfolgreiche Therapie bei verschiedenen akuten Leukämieformen wichtig ist. Patienten mit einem intakten Zelltodprogramm zeigten ein gutes Ansprechen auf die anfängliche Behandlung und ein deutlich besseres Überleben ohne Rückfall.

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"Aufgrund dieser Ergebnisse konnten wir einen Parameter kalkulieren, der Patientenproben mit einem defekten Zelltodprogramm erkennt", erklärt Lüder Hinrich Meyer. "Somit können wir Patienten identifizieren, die gefährdet sind, einen Rückfall zu erleiden." Dieser Parameter könnte daher als zusätzlicher, funktionell definierter Risikofaktor dienen und helfen, für diese Patienten frühzeitig geeignete Therapiestrategien festzulegen.

Die Stiftung Kinderkrebsforschung Mainz fördert Maßnahmen zur Verbesserung der Situation krebskranker Kinder. Sie wurde 1998 gegründet und basiert auf dem Nachlass von Lina Marguerite Siebert.

Willi Baur | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-ulm.de/

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