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Der STUDIENKOMPASS unterstützt gezielt Schüler/innen aus nicht-akademischen Herkunftsfamilien

22.06.2007
Die aktuell diskutierte 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) belegt eindeutig, dass Bildungschancen von Schüler/innen nach wie vor stark von ihrer Herkunft abhängen. Von rund 100 Akademikerkindern finden 83 nach dem Abitur den Weg an die Hochschule, dies gelingt jedoch nur 23 Kindern aus Familien ohne akademische Erfahrung. Der STUDIENKOMPASS wirkt diesem anhaltenden Trend gezielt entgegen.

Ziel des neuen Förderprogramms zur Studienorientierung der Accenture-Stiftung, der Deutsche Bank Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) ist es, mehr junge Menschen zur Aufnahme eines Studiums zu motivieren. Das Programm richtet sich daher an Schüler/innen, die noch unsicher sind, ob ein Studium für sie der richtige Ausbildungsweg ist. Angesprochen werden besonders diejenigen, die aus sozialen, wirtschaftlichen oder traditionell-familiären Gründen ohne einen Impuls von außen kein Studium aufnehmen würden. Das Programm startet offiziell am 4. September 2007 im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin.

Nach Abschluss der Auswahltests, die das Institut für Test- und Begabungsforschung (ITB-Consulting) eigens für den STUDIENKOMPASS konzipiert hat, steht nun fest, dass insgesamt 175 Schüler/innen aus den ersten etablierten Programm-Regionen Erfurt, Frankfurt a.M., Frankfurt (Oder), Hamburg und Köln in den ersten STUDIENKOMPASS-Jahrgang aufgenommen werden. Mehr als doppelt so viele Bewerbungen waren zuvor eingegangen.

Die Ergebnisse des Auswahltests zeigen, dass das erklärte Programmziel, besonders Schüler/innen aus nicht-akademischen Herkunftsfamilien zu fördern, erreicht wurde: Von den 175 aufgenommenen Bewerber/innen stammen knapp Dreiviertel aus Familien ohne akademischen Hintergrund. Etwa ein Viertel der STUDIENKOMPASS-Teilnehmer/innen des ersten Programm-Jahrgangs hat zwar mindestens ein studiertes Elternteil, äußert aber erheblichen Orientierungsbedarf oder sieht sich persönlich bei der Entscheidung für ein Studium mit erschwerten Bedingungen konfrontiert. In STUDIENKOMPASS-Regionen der alten Bundesländer besitzen über die Hälfte der Teilnehmer/innen einen Migrationshintergrund. Die Zahl der teilnehmenden Schülerinnen ist fast doppelt so hoch wie die der Schüler. "Wir freuen uns, dass wir so viele junge Menschen fördern können, die das Potenzial für ein erfolgreiches Studium mitbringen, aber ohne unsere Unterstützung ein Studium nicht in Betracht ziehen würden", erklärt der STUDIENKOMPASS-Programmleiter Ulrich Hinz von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw).

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat in dieser Woche erneut darauf hingewiesen, dass in Deutschland mehr Studienanfänger gebraucht werden. Mit der Übernahme der STUDIENKOMPASS-Schirmherrschaft unterstützt Bundesministerin für Bildung und Forschung Dr. Annette Schavan das Programm.

175 Schüler/innen erwartet nun eine umfassende Förderung zur
Studien- und Berufsorientierung, die zwei Jahre vor dem Abitur einsetzt und mit Ende des ersten Studienjahres abschließt. In diesen drei Jahren werden sie von professionellen Trainern in Workshops motiviert ein Studium aufnehmen und zugleich dabei unterstützt, auch den individuell passenden Berufsweg für sich ausfindig zu machen.

Zusätzlich betreuen Vertrauenspersonen aus Wirtschaft, Schule und Hochschule die Teilnehmer/innen bei regionalen Projekten. Die Regionalgruppen an den einzelnen Standorten sind jeweils 35 Teilnehmer stark.

Das Programm soll schrittweise in weiterem Regionen angeboten werden ist offen für neue Förderer und regionale Unterstützer.

Aktuelle Informationen zum Programm, dem Auswahlverfahren und den STUDIENKOMPASS-Regionen gibt es unter www.studienkompass.de.

Christine Sequeira | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.sdw.org
http://www.studienkompass.de

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