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Lichter aus für den Klimaschutz?

11.06.2007
BMU, KfW und UBA bereiten Bundeswettbewerb „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“ vor

Energieeinsparung und die Reduzierung des klimaschädlichen Kohlendioxidausstoßes sind angesichts des Klimawandels in aller Munde. Allein drei bis vier Milliarden Kilowattstunden Strom werden in Deutschland für die Beleuchtung von Straßen, Plätzen und Brücken verbraucht. Über zwei Millionen Tonnen CO2 werden dafür jährlich in die Atmosphäre geblasen. Müssen für den Klimaschutz in Deutschland jetzt die Lichter ausgehen? Bundesumweltministerium, KfW-Bankengruppe und Umweltbundesamt sagen Nein. Vielmehr ist eine stromeffiziente und bedarfsgerechte Beleuchtung notwendig. Dazu wird derzeit ein bundesweiter Wettbewerb „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“ vorbereitet, der noch in der zweiten Hälfte dieses Jahres starten soll.

Rund ein Drittel der Straßenbeleuchtung in Deutschland ist 20 Jahre und älter. Ineffiziente Quecksilberdampf-Hochdrucklampen, schlechte Reflektoren und veraltete Leuchten sind noch häufig im Stadtbild zu finden. Das kostet den Kommunen und Bürgerinnen und Bürgern Geld und schadet erheblich dem Klima. Bereits mit der heute verfügbaren Technik könnte der Kohlendioxidausstoß halbiert werden. Zwar ist eine moderne, Strom sparende Straßenbeleuchtung in der Anschaffung möglicherweise teurer, auf längere Sicht können aber damit die Betriebkosten erheblich gesenkt werden. Zudem wird auch die Lichtqualität deutlich verbessert. Bislang werden jährlich nur rund drei Prozent der Straßenbeleuchtung in Deutschland erneuert. Ziel des Bundeswettbewerbs ist in erster Linie, auf diese Möglichkeit wirtschaftlicher Energieeinsparung aufmerksam zu machen.

Beim geplanten Bundeswettbewerb ist zunächst ist vorgesehen, dass sich Anbieter von moderner Beleuchtungstechnik im Rahmen eines Technikwettbewerbs beteiligen. Im Ergebnis soll eine Übersicht über moderne, am Markt verfügbare, stromeffiziente Lösungen für die Stadtbeleuchtung vorliegen, die als Grundlage für den sich anschließenden Kom-munenwettbewerb dienen soll. Hier sind interessierte Kommunen aufgefordert, Konzepte zur Erneuerung ihrer Stadtbeleuchtung vorzulegen. Kommunen mit den besten Konzepten sollen nicht nur ausgezeichnet werden, sondern sie können auch für die Umsetzung eine Investitionsförderung aus dem Umweltinnovationsprogramm des BMU erhalten.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

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