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Nida-Rümelin verleiht den Deutschen Studienpreis 2007

09.05.2007
Junge Wissenschaftler forschten zu Arbeit und Leben

Die Körber-Stiftung vergibt den diesjährigen Deutschen Studienpreis am 21. Mai 2007 ab 11.00 Uhr im Leibnizsaal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a.D. und Kuratoriumsvorsitzender des Deutschen Studienpreises, wird die Urkunden überreichen.

Ausgezeichnet werden insgesamt 50 junge Wissenschaftler für Forschungsarbeiten zum Thema »Mittelpunkt Mensch?«. Die zehn besten von ihnen konkurrieren am Wochenende vor dem Festakt um die fünf ersten Preise, die mit jeweils 5.000 Euro dotiert sind. Die Spitzenpreisträger werden erst bei der Preisverleihung bekannt gegeben. Für den Wettbewerb, der sich an Forschende bis 30 Jahre richtet, stehen Preise im Gesamtwert von 100.000 Euro zur Verfügung.

»Neben grundsätzlichen Reflexionen zur Vereinbarkeit von Arbeit und Leben bekamen wir viele Lösungsvorschläge für sehr konkrete Problemlagen«, fasst Dr. Lothar Dittmer, Geschäftsführer des Deutschen Studienpreises, die Ergebnisse zusammen. So zum Beispiel ein neuartiges rechnergestütztes Simulationsverfahren zur Arbeitszeitgestaltung in Krankenhäusern, das die individuellen Wünsche der Beschäftigten stärker als bisher berücksichtigt.

Ebenfalls unter den besten zehn sind zwei volkswirtschaftliche Beiträge, die Erkenntnisse der Glücksforschung heranziehen, um Defizite des deutschen Wohlfahrtsstaats aufzuzeigen. Sie können belegen, dass auch hohe staatliche Transferleistungen den Zufriedenheitsverlust durch Arbeitslosigkeit kaum ausgleichen können.

Im Finale vertreten sind weitere Arbeiten aus ganz unterschiedlichen Disziplinen: Ein Theologe analysiert das Phänomen der Arbeitssucht als Folge eines Anerkennungsdefizits. Eine Designerin interpretiert das Thema Arbeitsbekleidung neu und etabliert sich mit ihrer regional produzierten Kollektion mit einem eigenen Label auf dem Modemarkt. Und ein Psychologe kann in einer empirischen Studie aufzeigen, dass sich die gemeinsame Berufsidentität von Fernfahrern maßgeblich auf das Risikoverhalten dieser Berufsgruppe auswirkt.

Nadia Chakroun | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.studienpreis.de

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