Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wasserversorgung in Südafrika

11.09.2006
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen seines Programms "Dezentrale Wasserver- und -entsorgung in Entwicklungs- und Schwellenländern" bis zum Juni 2009 das Verbundprojekt "Weiterentwicklung von Technologien zur Wassermehrfachnutzung, naturnahen Abwasser- und Fäkalentsorgung für eine Kommune in Südafrika" mit insgesamt 1,6 Millionen Euro.

Die Projektidee wurde an der Professur für Umweltbildung der Universität Potsdam entwickelt, die auch den Projektverbund aus fünf deutschen Firmen und mehreren südafrikanischen Partnern koordiniert und dafür mit rund 370.000 Euro gefördert wird.

Ziel des Projektes ist es, zur Lösung der Problematik von Wassermangel und unzureichender Wasserqualität sowie mangelhafter hygienischer Bedingungen in Entwicklungs- und Schwellenländern beizutragen. Die Wissenschaftler entwickeln ein alternatives Konzept für eine dezentrale Wasserversorgung und Wasserentsorgung ländlicher Siedlungen. Es wird in einer ländlichen Kommune in der Nsikazi-Region in der Nähe des Krügerparks in Südafrika umgesetzt, die durch hohe Bevölkerungsdichte, schwierige sanitäre Bedingungen und hohe Infektionsraten an AIDS gekennzeichnet ist.

Im Projekt sollen die unter europäischen Bedingungen ausgearbeiteten Technologien der beteiligten deutschen Firmen so weiterentwickelt und an die afrikanischen Gegebenheiten angepasst werden, dass vor Ort ein effektiver Einsatz möglich ist, der Wasser spart, Solarenergie nutzt und Klima entlastend wirkt. Der Wasserbedarf sinkt um die Hälfte, so dass doppelt so viel Wasser für Wäsche, Körper- und Gesundheitspflege bei höherem Standard verfügbar ist. Im Mittelpunkt des Konzeptes steht ein "Wasserhaus", in dem moderne Technologien wie Grauwasserrecycling, solare Wasser- und Lufterwärmung sowie Solarpumpen zusammengeführt werden. Gleichzeitig bietet es Beschäftigungsmöglichkeiten für die Bewohner der Region.

... mehr zu:
»Wasserversorgung

An der Entwicklung sind die vor Ort lebenden Menschen in einer Projektgruppe unmittelbar beteiligt. Durch Schulungsprogramme werden junge Manschen ausgebildet, die die Anlage warten können, so dass auch nach Projektablauf der Betrieb und die weitere Verbreitung sichergestellt sind.

Andrea Benthien | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-potsdam.de
http://www.uni-potsdam.de/u/umweltbildung/wasserhaus/index.htm

Weitere Berichte zu: Wasserversorgung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise