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Wissenschaftler untersuchen das Verhalten der Konsumenten

15.08.2006
Ministerium fördert neue Nachhaltigkeits-Initiative mit sechs Millionen Euro

Konsumenten verhalten sich oft irrational: Auch wer umweltbewusst und sozial denkt, kauft mitunter Produkte, die weder unter besonders ökologischen noch unter sehr sozialen Bedingungen entstanden sind. Anders ausgedrückt: Das Konsumverhalten steht häufig im Widerspruch zur eigenen Einstellung. Genau hier setzt die neue Förderinitiative "Vom Wissen zum Handeln - Wege zum nachhaltigen Konsum" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) an: Wissenschaftler sollen dabei nicht nur die Kaufentscheidungen der Konsumenten untersuchen. Sie sollen auch besser verstehen, mit welchen Anreizen sich Bürger für ein nachhaltigeres Konsumverhalten gewinnen lassen.

Für die Initiative stellt das BMBF sechs Millionen Euro zur Verfügung. Die geförderten Projekte sollen unter anderem Befragungen von Verbrauchern auswerten, um ihre Einstellungen und Wertorientierungen sowie ihr Konsumverhalten zu verstehen. Zugleich sollen sie aufzeigen, unter welchen Umständen Menschen ihr Verhalten ändern. Verbraucher scheinen sich zum Beispiel leichter von alten Gewohnheiten zu trennen, wenn sie sich in einer Umbruchsituation befinden. So kann für Eltern die Geburt des ersten Kindes Anlass sein, ihre Ernährung umzustellen. Für Ältere kann der Übergang in den Ruhestand dazu führen, von alten Konsumgewohnheiten Abschied zu nehmen. Auch kulturbedingte Vorstellungen von Lebensqualität und Wohlstand, Ansprüche an die Langlebigkeit von Produkten oder ein gesünderes Leben können nachhaltiges Verhalten fördern.

Die Förderinitiative ist Teil des Schwerpunktes Sozial-ökologische Forschung im BMBF-Rahmenprogramm "Forschung für die Nachhaltigkeit" (FONA). Das Wissen von Forschern soll dabei mit Erfahrungen aus der Praxis verzahnt werden. Daher werden verschiedene wichtige Akteure wie Verbrauchergemeinschaften, Bildungseinrichtungen, Medien, produzierende Unternehmen und der Handel in den Forschungsprozess mit einbezogen.

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Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Ingrid Balzer
GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit
Tel.: 089 65 10 88 56
E-Mail: ingrid.balzer@gsf.de

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