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Klimaforscher Professor John Burrows erhält William-Nordberg-Medaille

15.08.2006
Professor John Burrows, Direktor des Instituts für Umweltphysik und Fernerkundung der Universität Bremen, ist jetzt beim 36. COSPAR Symposiums (Committee on Space Research) in Peking mit der William-Nordberg-Medaille ausgezeichnet worden. Burrows erhielt die Ehrung in Anerkennung seines außergewöhnlichen Beitrages zur Grundlagenforschung in der Weltraum-Physik und der praktischen Anwendung in der Weltraumbeobachtung zum Wohle der Menschheit.

William Nordberg war einem Pionier in der Anwendung von Weltraumtechnologie zur Erforschung des "System Erde". Die nach ihm benannte Medaille wird jährlich einem Wissenschaftler verliehen, der in herausragender Weise zu wissenschaftlichen Untersuchungen mittels der angewandten Raumfahrt beigetragen hat.

John Burrows ist ein weltbekannter Topexperte für Messungen der Chemie der Atmosphäre vom Weltraum aus und ein Universitätsprofessor mit großem Einsatz in der Lehre. Seine zahlreichen wichtigen Entdeckungen in der Weltraumphysik gründen auf seinen tiefgreifenden und bahnbrechenden Forschungen im Bereich der Kinetik und der Spektroskopie der Atmosphärengase sowie der Umsetzung seines Wissens in der Fernerkundung dieser Gase vom Weltraum aus. Ein besonderer Aspekt sind seine Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der Messung von chemisch aktiven und strahlungswirksamen Gasen in der Troposphäre und der Herstellung einer Verbindung zwischen deren vorhandener Verteilung und Menge mit den weltweit zunehmenden Umweltproblemen.

Professor Burrows Forschungen und Entwicklungen verschiedenster Aspekte in der Fernerkundung von Spurengasen haben ein neues Fenster in der Erdbeobachtung geöffnet. Diese Forschung beinhaltet das grundlegende Verhalten der Gase bei Labormessungen, die Entwicklung der Technologie zur Beobachtung dieser Gase vom Weltraum aus und die Entwicklung der Strahlungstransfer-Berechnungen und Algorithmen, die einen Rückschluss auf das Vorhandensein und die Menge dieser Gase ermöglichen.

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Im Zuge der Weiterentwicklung dieser Kompetenzen hat John Burrows ein Team aufgebaut und erweitert, um die grundlegende Laborforschung aufrecht zu erhalten. Es nimmt nun eine weltweit führende Position im Bereich der Fernerkundung der atmosphärischen Zusammensetzung ein.

1995 hatte Professor Burrows sein Konzept zur Messung chemisch aktiver Spezies mit GOME (Global Ozone Monitoring Experiment) auf dem ERS-2 Satelliten umgesetzt. Danach erfüllte er sein Versprechen, mit SCIAMACHY (Scanning Imaging Absorption Spectrometer for Atmospheric Chartography, im Orbit seit 2002) auf ENVISAT (Environmental Satellite - das weltgrößte Raumfahrzeug für Erdbeobachtung, das je gebaut wurde) auch die Treibhausgase zu messen. Auch künftig forschen der Bremer Hochschullehrer und seine Mitarbeiter nach neuen Erkenntnissen über die Wechselwirkung der Atmosphärenchemie, des Klimas und der Sonne.

Achtung Redaktionen: Ein digitales Foto von der Ehrung können Sie in der Uni-Pressestelle anfordern.

Weitere Informationen bei:

Petra Horn
Sekretariat Prof. Dr. John Burrows
Institut für Umweltphysik und Fernerkundung
Universität Bremen
Otto-Hahn-Allee 1
28359 Bremen
Tel.: 0421 / 218-4653
E-Mail: phorn@iup.physik.uni-bremen.de

Kai Uwe Bohn | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bremen.de

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