Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Preise für Präzisionslaser, Branderkennung und Design-Container

24.04.2006


Zusammenarbeit sichert Wettbewerbsvorteile


Kooperationspreis 2006 verliehen

... mehr zu:
»Containerbau »HAWK

Wirtschaftsstaatssekretär Joachim Werren und Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Josef Lange haben am Montag auf der Hannover-Messe den Kooperationspreis Niedersachsen 2006 verliehen. Das Land prämiert mit dieser Auszeichnung besonders erfolgreiche und innovative Kooperationsprojekte zwischen Unternehmen und Hochschulen. Dotiert ist der Preis mit insgesamt 50.000 Euro und wird dieses Jahr bereits zum sechsten Mal vergeben. Die Preisträger kommen aus Hameln, Hannover und Lüneburg. "Unser Ziel ist, die Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen zu intensivieren, um so die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft zu stärken und für mehr Beschäftigung zu sorgen", sagte Werren. "Die mit dem Kooperationspreis ausgezeichneten Projekte stellen die Leistungsfähigkeit der niedersächsischen Forschungs- und Unternehmenslandschaft unter Beweis", betonte Lange

Der mit 25.000 Euro dotierte erste Preis ging an das Kooperationsprojekt von Micreon GmbH aus Hannover, und das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH), der zweite Preis (15.000 Euro) an die Firma WAGNER aus Langenhagen und die Universität Lüneburg. Den dritten Preis und 10.000 Euro erhielten die Containerbau Hameln GmbH und die Hildesheimer Fakultät Gestaltung der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst.


Der Sieger überzeugte durch die Vorbereitung des kommerziellen Einsatzes der neuartigen Ultrakurzpuls-Lasertechnik. Die Micreon GmbH nutzt die Laseranlagen des LZH und bietet anderen Unternehmen das weltweit einzigartige Laser-Mikro-Bearbeitungsverfahren an. Die erreichbare Präzision ist deutlich höher als bei den anderen bekannten Mikrobearbeitungsverfahren. Thermische oder mechanische Werkstoffschädigungen wie Aufschmelzungen, Grat- und Rissbildungen, Abplatzungen, Gefügeveränderungen werden bei dieser neuen Methode vermieden. Die Hauptanwendungsgebiete liegen bei der Produktion von Endgeräten der Informations- und Kommunikationstechnik, im Automobilbau, bei biomedizinischen Anwendungen, Geräten für die Sicherheitstechnik und den Umweltschutz sowie bei Bauteilen für Messtechnik und Sensorik.

Mit dem zweiten Preis, dotiert mit 15.000 Euro, wurde das Kooperationsprojekt von WAGNER Alarm- und Sicherungssysteme, Langenhagen, und der Universität Lüneburg, Fachbereich Automatisierungstechnik, ausgezeichnet. Ziel war das bestehende Brandfrüherkennungssystem der Firma WAGNER weiterzuentwickeln. Die optischen Sensoren werden durch Gassensoren zur zuverlässigen Erkennung von Falschalarmsituationen ergänzt. Auf Basis konventioneller Gassensoren wurde ein verbessertes System entwickelt, dass bestimmte Falschalarmsituationen erkennt (z.B. Fehlalarmquellen bei Sprays oder verdampfendes Küchenöl). Der Prototyp wurde im Internet bereitgestellt, so dass die Anzeigen weltweit abrufbar sind. Dies ermöglicht eine Tele-Wartung, mit der Fehler, die sich durch mögliche Verunreinigungen der Anlagen ergeben, aus der Distanz erkannt werden können. Dies spart den kostenintensiven Einsatz eines Technikers vor Ort. Parallel zur Fertigstellung des Prototypen wurde an der zweiten Generation gearbeitet. Es ist nun möglich, innerhalb von zwei Minuten eine brennende Zigarette von brennenden Textilien zu unterscheiden. Diese Entwicklung soll ebenfalls in das neue System übernommen werden.

Der mit 10.000 Euro dotierte dritte Preis wurde für ein Projekt der Containerbau Hameln GmbH, der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst sowie der FH Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Fakultät Gestaltung, vergeben. Inhalt war die Analyse einer speziellen Containerbaureihe unter dem Design-Motto "Die Form folgt der Funktion". Die Containerbau Hameln GmbH hat durch die Zusammenarbeit mit der Hochschule ein Alleinstellungsmerkmal für eine spezielle Containerbaureihe entwickelt. Dabei handelt es sich u. a. um einen Öffnungsmechanismus, der in dieser Form in der Branche bisher kommerziell nicht eingesetzt wurde. So war das Unternehmen in der Lage, sich in einer europaweiten Ausschreibung für einen Großauftrag der Stadtreinigung Göttingen gegen weitere europäische Wettbewerber durchzusetzen.

Thomas Philipp Reiter | idw
Weitere Informationen:
http://www.mwk.niedersachsen.de
http://www.vtn.de

Weitere Berichte zu: Containerbau HAWK

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie