Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Portal informiert über dissoziative Störungen

31.03.2006


Opferhilfe Niedersachsen unterstützt MHH-Projekt im Internet mit 35.000 Euro



Ein Informationsportal zum Thema "Dissoziative Störungen" haben Dipl. Psychologin Dr. Frauke Rodewald und Oberärztin Dr. Claudia Wilhelm-Gößling aus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie, im Internet aufgebaut. Unter der Adresse www.Infonetz-Dissoziation.de können sich Experten, aber auch Patienten und deren Angehörige, umfassend über dissoziative Störungen informieren. "Das Informationsportal bietet Fachleuten aktuelle Behandlungsrichtlinien, einen Überblick über Diagnosetechniken und -instrumente, Literaturempfehlungen sowie eine Auflistung von Weiterbildungsveranstaltungen", sagt Dr. Claudia Wilhelm-Gößling. "Die Betroffenen wiederum finden Hinweise auf spezifische ambulante und stationäre Therapiemöglichkeiten." Das Projekt ist erst dank der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen möglich geworden. Die vor fünf Jahren vom Land Niedersachsen gegründete Einrichtung unterstützt seit Juni 2005 den Aufbau des Internetportals mit 35.000 Euro. "Mit dem Informationsportal wollen wir dabei helfen, die thera-peutische Versorgung zu optimieren und mittelfristig den Zeitraum bis zu einer spezifischen Behandlung zu verkürzen", ergänzt Dr. Frauke Rodewald, denn es sei wissenschaftlich erwiesen, dass eine auf die Störungsbilder zugeschnittene Therapie schneller zum Erfolg führe als eine Standardbehandlung.

... mehr zu:
»MHH


Nachdem ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt zur Diagnostik dissoziativer Störungen erfolgreich abgeschlossen wurde, wollen Dr. Wilhelm-Gößling und Dr. Rodewald nunmehr die speziellen Therapieangebote wissenschaftlich begleiten und miteinander vernetzen. Das derzeitige Angebot in der MHH umfasst außer einem stationären Kriseninterventionsprogramm eine umfangreiche ambulante Diagnostik und Differenzialdiagnostik mit Beratung über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten. Menschen, die schwere Traumatisierungen durchleben mussten - worunter neben psychischer, physischer und sexueller Gewalt auch Vernachlässigung im Kindesalter zu rechnen ist -, leiden häufig unter dissoziativen Störungen. Die wichtigsten Symptome können ein Gefühl der Entfremdung der Umgebung gegenüber, Gedächtnislücken, und ein Gefühl der Entfremdung von sich selbst sein.

Weitere Informationen zu dem Projekt geben Ihnen Dr. Claudia Wilhelm-Gößling und Dr. Frauke Rodewald unter den Rufnummern (0511) 532-6560 oder (0511) 532-9387.

Stefan Zorn | idw
Weitere Informationen:
http://www.mh-hannover.de/

Weitere Berichte zu: MHH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Ausschreibung des Paul-Martini-Preises 2018 für klinische Pharmakologie
19.09.2017 | Paul-Martini-Stiftung (PMS)

nachricht EU fördert exzellente Nachwuchsforschung: Zehn Auszeichnungen gehen nach Nordrhein-Westfalen
15.09.2017 | Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie