Siebenmal Spitzenforschung aus Kaiserslautern auf der Hannover Messe

Mit sieben verschiedenen Exponaten ist der Forschungsstandort Kaiserslautern in diesem Jahr auf der weltweit größten Industriemesse in Hannover vertreten. Fünf der innovativen Entwicklungen und Forschungsergebnisse werden am Gemeinschaftsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 2, C 46) präsentiert. Die beiden anderen Aussteller präsentieren sich in Halle 15 und 16.

Kleben statt Schweißen

Im Stahlbau werden in der Regel als Verbindungsverfahren Schweißen oder Schrauben angewendet. Die Arbeitsgruppe Werkstoff- und Oberflächentechnik hat nun ein innovatives Klebverfahren entwickelt, dass gegenüber dem Schweißen nicht nur flexibler, sondern auch kostengünstiger ist. Die neuartige Klebtechnik weist im Vergleich zu anderen Verbindungstechniken außerdem eine hohe Korrosions¬beständigkeit und ein optimales Dämpfungsvermögen auf. Die in Hannover präsentierte neue Technik ist vor allem optimal bei Leitbau-Brückenelementen einsetzbar.

Fäden im Wind

Modellierung, Simulation und ständige Optimierung sind bei der Entwicklung neuer Produkte oder Prozesse heute unablässig. Dabei ist die Kompression der Simulationsdaten und die entsprechende Visualisierung der großen Datenmengen eine der wichtigsten Elemente des vorgestellten Projektes SR-Pro des Fraunhofer ITWM. Gleichzeitig wird auch FIDYST (Fiber Dynamics Simualtion Tool) vorgestellt, dass die Bewegung von Fasern durch Luftströmung simuliert und speziell in der Vliesstoffindustrie angewendet wird.

Intelligente Fabrik der Zukunft

Das Zentrum für Mensch-Maschine-Interaktion stellt mit dem gemeinnützigen Verein SmartFactoryKL „Pump Unit“ vor. Gemeinsam mit der Wirtschaft entwickelt, liefert Pump Unit exakte und definierte Volumenströme und entsprechende Druckwerte, wobei erstmalig Pumpe und Ventil in einem einzigen Modul integriert sind. Ein weiteres Exponat von SmartFactoryKL zeigt die Möglichkeit einer mobilen Konfiguration von industriellen Endgeräten mit einem handelsüblichen Mobiltelefon über Bluetooth.

Dienstleistungs- und Servicecenter für Wirtschaft

Nanobiotechnologie wird in zahlreichen Industriezweigen immer wichtiger. Um auch Klein- und Mittelständischen Unternehmen oder Start-Ups den Zugang zu HighTech-Produkten zu ermöglichen berät und betreut das CC-NanoBioTech-Kompetenzzentrum Wirtschaft und auch Wissenschaft in allen Fragen den Nanobiotechnologie. Gemeinsam mit dem Nano+Bio Center der TU Kaiserlautern werden Technologieentwicklung, Forschungsprojekte sowie Technologietransfer verwirklicht. Vor allem die interdisziplinäre Zusammensetzung des Centers mit Physikern und Biologen bietet exzellente Voraussetzungen. Im Rahmen der Hannover Messe werden die Dienstleistungen und Forschungsschwerpunkte wie Nanobioanalytik, Genom- und Proteomforschung sowie neue optische, magnetische und elektronische Nanostrukturen für die Informationstechnologie vorgestellt.

Wissensplattformen für Audio und E-Learning

Wissensmanagement wird in vielen Unternehmen als ein wichtiger Faktor der Wertschöpfung angesehen. Mit EWISTA wird von der TU Kaiserslautern eine Software zur Koordination und Verwaltung von interaktivem Lernen und Wissensmanagement präsentiert. EWISTA vereint E-Learning, Wikis, Weblogs, Podcasting und Vblog um Wissen zu generieren und ermöglicht gleichzeitig den Lernerfolg zu evaluieren. In Verbindung mit der forfikulo-Software für ein interaktives Radio (inklusive einem 24-Stunden Mantelprogramm, das komplett autark arbeitet) können gleichzeitig die Lerninhalte auch hörfunktechnisch aufbereitet werden. Die Nutzer haben jederzeit die Möglichkeit die Playlist sofort interaktiv zu beeinflussen. Daraus ist ein eigener Radiosender entstanden, der im Internet unter http://www.forfikulo.de zu hören ist.

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Dr. Cornelia Blau idw

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