Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

16,7 Millionen Euro für Niedersachsens Forschungsstätten

01.07.2005


VolkswagenStiftung unterstützt Forschungseinrichtungen des Landes im Rahmen des "Niedersächsischen Vorab" mit 26 neuen Bewilligungen.



Die VolkswagenStiftung vergibt einen Teil der zur Verfügung stehenden Fördermittel vorweg an Forschungseinrichtungen des Landes Niedersachsen - gemeinhin als "Niedersächsisches Vorab" bezeichnet. Über die Vergabe dieser Stiftungsmittel entscheidet das Kuratorium der VolkswagenStiftung auf der Grundlage von Vorschlägen der Niedersächsischen Landesregierung (weitere Informationen zu den Grundlagen des Vorab finden Sie am Ende dieser Pressemitteilung).



Das Kuratorium der VolkswagenStiftung hat jetzt im Rahmen des Niedersächsischen Vorab für 26 Vorhaben Mittel in Höhe von rund 16,7 Millionen Euro bewilligt. Nach Wissenschaftsbereichen getrennt betrachtet dominieren dabei die Biowissenschaften mit zwölf Bewilligungen über rund 7,7 Millionen Euro vor den Naturwissenschaften mit sechs Bewilligungen über 5,7 Millionen Euro und den Ingenieurwissenschaften mit fünf Bewilligungen über rund 1,7 Millionen Euro. Den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften zuzuordnen ist eine Bewilligung über 250.000 Euro. Die Wissenschaftsbereiche übergreifend werden für zwei Vorhaben knapp 1,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Die Bewilligung für den Bereich der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften kommt dem Institut für Ökonomische Bildung an der Universität Oldenburg zu Gute. Ziel der Wissenschaftler ist es, die praxisbezogenen Lehranteile der universitären Lehrerbildung sowie die zentralen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von Lehrkräften in Niedersachsen im Bereich der ökonomischen Bildung besser zu fördern und internetgestützte Qualifizierungsprofile zu etablieren, die auch anderen Bundesländern angeboten werden können.

In der Folge eine Übersicht zu den geförderten Vorhaben:

Für dringend benötigte Geräte erhalten zwei Institute der Technischen Universität Braunschweig Mittel: das Institut für Mechanische Verfahrenstechnik 514.000 Euro, damit das Gebiet der mechanischen Verfahrentechnik sowohl in Richtung Mikro- und Nanotechnik als auch in Richtung Bioverfahrenstechnik weiter ausgebaut werden kann, und das Institut für Grundbau und Bodenmechanik rund 90.000 Euro.

Das Institut für Chemische Verfahrenstechnik der Technischen Universität Clausthal erhält für die Beschaffung einer automatisierten Technikumsanlage 300.000 Euro. Mit 150.000 Euro gefördert wird an der Hochschule das Institut für Informatik; diese Mittel dienen sowohl der Verbesserung der Ausbildung der Studierenden im Hauptstudium als auch der Forschung auf dem Gebiet "Kommunikation und Verteilte Systeme".

Den Aufbau eines Zentrums der experimentellen Elektronendichtebestimmung am Institut für Anorganische Chemie der Universität Göttingen unterstützt die Stiftung mit rund 690.000 Euro.

Für dringend benötigte Geräte - darunter ein Durchflusscytometer, ein Chromatographiesystem, eine Kühl- und eine Ultrazentrifuge - erhält die Abteilung Biochemie I der Universität Göttingen einmalig 514.000 Euro.

Mit 280.000 Euro erstmals unterstützt wird an der Universität Göttingen die Forschergruppe "Geobiologie von Organo- und Biofilmen"; die Mittel dienen der Beschaffung eines 2-Photonen-Lasermoduls.

Erstmals gefördert wird auch die Professur für Restaurative Neurobiologie im Göttinger "Forschungszentrum Molekularphysiologie des Gehirns". Die Forscher wollen Therapien entwickeln, die der Behandlung von Erkrankungen des Zentralnervensystems dienen. Mit zunächst 145.000 Euro unterstützt die Stiftung dieses Vorhaben. Weitere rund 350.000 Euro erhält an dem Forschungszentrum die Professur für Stammzellbiologie für ein spektrales konfokales Laser-Scanning-Mikroskop.

Das vor zwei Jahren neu konzipierte Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen erhält weitere 3,5 Millionen Euro als Anschubfinanzierung für den Aufbau der theoretischen und der beiden experimentell arbeitenden Abteilungen.

Mit 40.000 Euro unterstützt wird das Göttinger Experimentallabor XLAB, eine Einrichtung der Universität Göttingen. Es soll mit einem umfangreichen Angebot an Praktika bei Schülern der Sekundarstufen I und II das Interesse für Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik wecken. XLAB schlägt somit eine Brücke zwischen universitärer Forschung und dem künftigen wissenschaftlichen Nachwuchs.

Das Institut für Quantenoptik der Universität Hannover erhält zum Ausbau der "photonischen" Quantenoptik, zur Ergänzung der Forschungsaktivitäten des Laser Zentrums Hannover und für das Laboratorium für Nano- und Quantenengineering einmalig 740.000 Euro.

Mit 610.000 Euro gefördert wird an der Universität Hannover der Forschungsbereich "Gentelligente Bauteile im Lebenszyklus"; federführend ist das dortige Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen.

Das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin in Hannover kann mit weiteren rund 256.000 Euro sein Schwerpunktprogramm Pharmako- und Toxikogenomics und die Entwicklung von Datenbanken für zunächst 150 der weltweit wichtigsten Arzneistoffe und Umweltchemikalien vorantreiben.

Zur Verbesserung der Analytik erhält die Abteilung Zelluläre Chemie im Zentrum Biochemie der Medizinischen Hochschule Hannover rund 380.000 Euro; die Mittel sollen insbesondere die Beschaffung einer Zentrifuge und eines Phosphoimagers ermöglichen. Die dortige Abteilung Biophysikalische Chemie im gleichen Zentrum wird mit 500.000 Euro unterstützt; diese Mittel dienen dem Erwerb eines Röntgenkristallisationsgerätes und eines Laser-Scanning-Mikroskops.

Mit fast 350.000 Euro können jetzt an der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover die In-vitro und In-vivo-Untersuchungen zum Knochenersatz - auf der Basis von im Tissue-Engineering-Verfahren hergestellten Konstrukten - vorangetrieben werden.

Für dringend benötigte Geräte - eine Sterilisationsanlage, ein Ultraschallgerät und für Apparaturen der computerassistierten Chirurgie - erhält die Klinik für Pferde der Tierärztlichen Hochschule Hannover einmalig 867.000 Euro. Die Klinik für Rinder wird ebenfalls mit Mitteln aus dem Vorab unterstützt - und zwar mit rund 560.000 Euro, die ebenfalls der Gerätebeschaffung dienen.

Mit 2,8 Millionen Euro unterstützt wird der Forschungsbereich "Neuronale Grundlagen kognitiver Leistungen" an der Universität Oldenburg, an dem unter anderem auch das Institut für Hirnforschung der Universität Bremen beteiligt ist.

Zur Stärkung des Forschungsschwerpunktes Neurosensorik am Institut für Biologie und Umweltwissenschaften erhält die Universität Oldenburg 231.000 Euro.

Die Akustikgruppe des Fachbereichs Physik der Universität Oldenburg erhält rund 440.000 Euro; die Mittel kommen dem von der Stiftung zu einem früheren Zeitpunkt geförderten bodengebundenen Flugzeugsimulationslabor zu Gute.

Für dringend benötigte Geräte erhält der Forschungsbereich "Membran proteine: Funktionelle Dynamik und Kopplung an Reaktionsketten" an der Universität Osnabrück rund 700.000 Euro. Mit 90.000 Euro an der Hochschule unterstützt wird die Verbesserung der Forschungsinfrastruktur am Fachbereich Humanwissenschaften.

Dr. Christian Jung | idw
Weitere Informationen:
http://www.volkswagenstiftung.de/

Weitere Berichte zu: Forschungsbereich Mikro- und Nanotechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Demenz: Forscher testen Wirkstoffe im Hochdurchsatz

28.03.2017 | Medizin Gesundheit

Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

28.03.2017 | Medizintechnik

Elektrische Spannung: Kaiserslauterer Ingenieure erforschen Versagen bei Kugellagern

28.03.2017 | Maschinenbau