Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dräger Medical stiftet erstmals Heinrich-Dräger-Preis für Intensivmedizin

19.04.2005


Anlässlich des Deutschen Anästhesie Congresses (DAC) 2005 in München verlieh die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) erstmals den Heinrich-Dräger-Preis für Intensivmedizin, gestiftet von der Dräger Medical AG & Co. KGaA. Dr. Christian Dräger, zweiter stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Drägerwerk AG, überreichte auf der Eröffnungsveranstaltung des DAC den Preis persönlich an Prof. Dr. med. Manfred Thiel. Mit dieser künftig jährlichen Ehrung werden bedeutsame wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Intensivmedizin ausgezeichnet, die erstmals in dem der Preisverleihung vorhergehenden Jahr in in- oder ausländischen wissenschaftlichen Fachzeitschriften publiziert oder von einer dieser Zeitschriften zur Publikation angenommen wurden.

... mehr zu:
»DGAI »Intensivmedizin

Den mit 10.000 Euro dotierten Preis erhielt Prof. Dr. med. Manfred Thiel, Ltd. Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie am Standort Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach jahrelanger Forschung auf dem Gebiet Hypoxie induzierbarer Störungen des Energiestoffwechsel und der Regulation des Immunsystems entwickelte eine Arbeitsgruppe, für die der Preisträger verantwortlich zeichnet, ein Konzept zur „Physiologischen Kontrolle der Immunantwort und inflammatorischer Gewebeschäden durch Hypoxie, Adenosin und Adenosin A2A Rezeptoren“ . Dieses Konzept geht auf die Beobachtung zurück, dass die Elimination von pathogenen Keimen durch die Zellen des Immunsystems zu unkontrollierten Entzündungsreaktionen mit der Folge exzessiver Schädigung von Geweben und Organen führen kann.

Die DGAI sah es als erwiesen an, dass der in der Arbeit beschriebene Regulationsmechanismus von weit reichender Bedeutung nicht nur für das Verständnis körpereigener Mechanismen der Gewebeprotektion sei, sondern auch für die Intensivmedizin wichtige Impulse für das Verständnis der Pathogenese und der Therapie komplexer Krankheitsbilder mit systemischer Entzündungsreaktion wie beispielsweise dem septischen Schock, dem akuten Lungenversagen (ARDS) oder dem Multiorganversagen habe. Vor allem sei das beschriebene Konzept von großer Bedeutung für die immunologisch-orientierte Grundlagen- und klinische Forschung.


Die Namensgebung des Preises geht zurück auf den Firmengründer des Drägerwerkes, Heinrich Dräger. Mit ihm begann 1889 die Erfolgsgeschichte des Drägerwerkes und mit ihr die des heutigen Teilkonzerns Dräger Medical. Es war vor allem der innovative Erfindergeist Heinrich Drägers, der die mittlerweile 116-jährige Firmengeschichte noch heute prägt. Diesen innovativen Geist gilt es zu erhalten und zu fördern. Die langjährige Verbundenheit des Unternehmens zur DGAI bekräftigte die Entscheidung, dass sich die Dräger Medical dazu entschloss, jährlich den Heinrich-Dräger-Preis für Intensivmedizin zu stiften.

Über Dräger Medical:

Dräger Medical ist einer der weltweit führenden Hersteller medizintechnischer Geräte. Die Dräger Medical AG & Co. KGaA ist der umsatzstärkste Teilkonzern der Drägerwerk AG (deren Anfänge auf das Jahr 1889 zurückgehen) und ein Joint Venture zwischen der Drägerwerk AG (65 Prozent) und der Siemens AG (35 Prozent). Der Teilkonzern bietet Produkte, Dienstleistungen und integrierte CareArea™-Lösungen entlang der Patientenprozesskette: von der Notfallmedizin, über den perioperativen Bereich, die Intensiv- und Perinatalmedizin bis hin zu Home Care. Dräger Medical hat seinen Hauptsitz in Lübeck und beschäftigt weltweit rund 6.000 Mitarbeiter. Davon sind knapp die Hälfte im kundennahen Vertrieb und Service beschäftigt. Entwicklungs- und Fertigungsstandorte sind Lübeck/Deutschland, Best/Niederlande, Telford und Danvers/USA sowie Shanghai/China. Das Unternehmen hat in nahezu 50 Ländern Vertriebs- und Servicetochtergesellschaften und ist in über 190 Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr (=Kalenderjahr) 2003 hat das Unternehmen seinen Umsatz um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 917,7 Mio Euro gesteigert und verbuchte ein operatives Ergebnis (EBIT) von 91,4 Mio Euro. Damit ist das Unternehmen mit durchschnittlich 7 Prozent p.a. schneller als der Markt gewachsen und hat sein EBIT in den ersten drei Jahren des Turn-Arounds von 9,1 Mio Euro im Jahr 2000 auf 91,4 Mio Euro in 2003 gesteigert. Die innovativen Konzepte von Dräger Medical für den klinischen Akutbereich sind das Ergebnis einer deutlichen Fokussierung auf Kernkompetenzen, einer über hundertjährigen Erfahrung, stetiger Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie eines intensiven Dialogs mit Kunden. Ziel des Unternehmens ist es, die Qualität der Patientenversorgung zu steigern und gleichzeitig die Effizienz klinischer Prozesse zu erhöhen und so auch einen Beitrag zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen zu leisten.

Marissa Stocker | Draeger Medical AG & Co. KGaA
Weitere Informationen:
http://www.draeger-medical.com

Weitere Berichte zu: DGAI Intensivmedizin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

25.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung