Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auswärtiges Amt verleiht Preis für exzellente Betreuung ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen

18.06.2004


Der Preis, der mit insgesamt 15.000 Euro dotiert ist, wird in diesem Jahr zu gleichen Teilen an die Universität zu Köln und die Universität Göttingen vergeben. Die feierliche Preisverleihung wird im Rahmen der Mitgliederversammlung des DAAD am 9. Juli 2004 in Bonn stattfinden.



Prämiert werden herausragende Initiativen, die innovative Lösungen und besonders wirksame Modelle der Beratung und Betreuung ausländischer Studierender entwickelt haben. Gute fachliche und soziale Betreuung ist ein Garant dafür, dass ein Studienaufenthalt in Deutschland nicht nur als akademischer Erfolg, sondern auch als persönliche Bereicherung erlebt wird. Erfolgreiche Betreuung steigert somit die internationale Attraktivität des Studienstandorts Deutschland.

Universität zu Köln, Innovative Strukturen in der Betreuung ausländischer Studierender


Das Projekt der Universität zu Köln geht bei der Betreuung ausländischer Studierender neue Wege in der Kooperation innerhalb der Universität. Neu am Kölner Modell ist, dass in den einzelnen Fakultäten zentrale Stellen zur fachlichen und auch sozialen Betreuung der Studenten geschaffen werden. Pate für das Modell ist das "Zentrum für internationale Beziehungen", in dem bereits seit Jahren die internationalen Beziehungen und die Betreuung der Studierenden an der WiSo-Fakultät koordiniert werden.
Durch die vorbildliche Zusammenarbeit und Aufgabenverteilung zwischen zentraler (Akademisches Auslandsamt) und fachlicher Ebene konnte die Beratung und Betreuung der ausländischen Studierenden, insbesondere in der Anfangsphase des Studiums erheblich verbessert sowie das Netz internationaler Partnerschaften zum Austausch von Studierenden deutlich erweitert werden. Beabsichtigt sind als nächste Schritte die Einbeziehung weiterer Fakultäten, die Intensivierung der Arbeit in den neuen Koordinierungsstellen, eine noch stärkere Vernetzung und neue gemeinsame Programme sowie der Aufbau eines Kompetenzzentrums für interkulturelle Kommunikation. Durch die konsequente Einbeziehung der Fachbereiche in die Betreuung könnte das Modell Vorbildcharakter insbesondere für große Hochschulen mit großen Fakultäten haben.

Koordinationsstelle der internationalen Master-/Promotionsstudiengänge Molecular Biology und Neurosciences an der Georg-August Universität Göttingen

Die Universität Göttingen hat für die 81 ausländischen Studierenden der beiden internationalen Studiengänge ein vorbildliches System der fachlichen und sozialen Betreuung entwickelt. Die fachliche Betreuung umfasst neben der individuellen Begleitung des gesamten Studiums ein reiches Angebot an studienbegleitenden Lehrmaterialien, Zugang zu Online-Publikationen, eine studienganginterne Präsenzbibliothek, die systematische Evaluation aller Lehrveranstaltungen und Planungstreffen mit Studierenden zur Optimierung des Curriculums. Die Promotionsphase wird von einem dreiköpfigen Promotionsausschuss betreut, dem die Doktoranden regelmäßig über den Stand der Arbeit berichten. In einem interaktiven, elektronischen Studienbuch können eigene Studienleistungen eingetragen und abgefragt werden.

Die außerfachliche Betreuung beginnt beim umfangreichen, internet-basierten Informationsangebot, bei einer raschen und kompetenten Beratung während des gesamten Bewerbungs- und Auswahlprozesses, Hilfestellungen bei Visumsanträgen und Anreise sowie einem vierwöchigen Orientierungsprogramm vor Studienbeginn. Deutschkurse vor und während des Studiums komplettieren das Angebot. Ein kulturelles und soziales Rahmenprogramm umfasst Exkursionen und monatlich veranstaltete, internationale "Culture Nights". Das Gruppengefühl und die Identifikation mit den Studiengängen wird durch individuelle studentische Webseiten, Jahrbücher und ein elektronisches Fotoalbum in Verbindung mit Fotowettbewerben gefördert. Ein weiterer essentieller Baustein des Betreuungskonzeptes ist das vielfältige außerfachliche Kursangebot (z.B. Cross-cultural Training, Team & Conflict Management, Bio- & Research Ethics, Scientific Communication, Self Assertion & Self Defense etc.).

Gewürdigt (ohne Geldpreis) werden außerdem das Café im Treff International (C.i.T.i) der Universität Trier und der Welcome-Service der Fachhochschule Münster

Universität Trier

An der Universität Trier haben das Akademische Auslandsamt und das Internationale Zentrum ein Café als internationalen Treffpunkt eingerichtet. Ein Teil des Beratungs- und Betreuungsangebots wurde in diesen Treffpunkt verlegt. Das C.i.T.i. ist Anlaufstelle für die internationalen Studierenden. Deutsche und ausländische Tutoren stehen als Ansprechpartner auch außerhalb der offiziellen Beratungsstunden zur Verfügung. Die Räume stehen studentischen Initiativen für vielfältige Veranstaltungen zur Verfügung.

Fachhochschule Münster

An der Fachhochschule Münster organisieren ein internationales Tutorenteam, Lehrende als Mentoren an allen Fachbereichen und eine pädagogische Fachkraft den Welcome-Service für ausländische Studierende. Vom Erstkontakt per Internet, über einen Abholservice, Hilfestellung bei der Einschreibung und der Wohnungssuche bis hin zur fachlichen Beratung durch die Fach-Mentoren organisiert der Welcome-Service die reibungslose Integration der ausländischen Studierenden.

Kontakt:

Dr. Christian Thimme
Referat 214
Tel.: 0228 882 643
Fax: 0228 882 603
thimme@daad.de

Melanie Hildebrandt | idw
Weitere Informationen:
http://www.daad.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise