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Netzwerk für Exzellenz zur Förderung der Nanotechnologien

03.06.2004


Die Europäische Kommission stellt unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) 8,8 Millionen Euro für ein Netzwerk für Exzellenz mit dem Titel Nano2Life zur Verfügung, das die erste ’Landkarte für Nanobiotechnologien entwickeln soll.



Das Netzwerk für Exzellenz, das über mehr als 4 Jahre laufen soll, umfasst 23 wichtige europäische Player aus dem Bereich der Nanobiotechnologie sowie 31 angeschlossene Mitglieder aus Anwärterländern für die EU-Mitgliedschaft, Südkorea, Japan, Australien und Nordamerika. Insgesamt werden 870 Wissenschaftler an dem Projekt gemeinsam an Forschungsaktivitäten und Vorhersageanalysen arbeiten.

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’Bei den meisten Partnern handelt es sich um KMU [klein- und mittelständische Unternehmen], erklärte Patrick Boisseau, Projektkoordinator vom französischen Commisariat à L’Energie Atomique (CEA). ’Doch es beteiligen sich auch einige große Unternehmen wie IBM, BASF und Apibio und drei Krankenhäuser, um die Bedürfnisse der Endverbraucher, nämlich der Patienten, zu vermitteln.

Laut den Worten von Dr. Boisseau ist die Nanotechnologie sehr wichtig, weil sie nicht nur Miniaturisierung bietet, sondern auch geringere Kosten durch die Massenproduktion, integrierte Funktionen am selben Gerät und Parallelisierung, d.h. eine erhöhte Anzahl von Experimenten, die gleichzeitig durchgeführt werden können.

Die vier Ziele des Netzwerkes lauten: Verbesserung der europäischen wissenschaftlichen Exzellenz auf dem Gebiet der Nanotechnologie durch gemeinsame wissenschaftliche und technische Projekte, Beseitigung der Fragmentierung der europäischen Player auf dem Gebiet der Nanotechnologie, um Synergien zu schaffen und doppelte Arbeit zu vermeiden, Umsetzung der Biotechnologiewissenschaften in wirtschaftliche Vorteile durch besseren Technologietransfer zur Industrie sowie Ausbildung und Schulung von Öffentlichkeit, Politikern und Wissenschaftlern.

’Wir brauchen die Akzeptanz der Öffentlichkeit, um ein GMO-Szenario (genmanipulierter Organismus) zu vermeiden, erklärte Dr. Boisseau. ’Wir müssen die Öffentlichkeit über die Risiken und Vorteile dieser Technologie unterrichten, damit keine unrealistischen Befürchtungen aufkommen. Aus diesem Grund haben wir einen European Ethics Board (Europäischen Ethikrat) geschaffen, der in seiner Art weltweit einzigartig ist und sich mit unbekannten Anwendungen befassen wird.

Die drei wichtigsten Aktivitäten von Nano2Life sind die Entwicklung gemeinsamer Forschungsprojekte durch Brainstorming-Meetings und finanzielle Unterstützung von Mini-Projekten, Vernetzung der intellektuellen und technischen Ressourcen einschließlich der Kennzeichnung der bestehenden technischen Einrichtungen und Sachkenntnisse im Rahmen von Nano2Life sowie Ausbildung und Schulung. Letzteres liegt Dr. Boisseau sehr am Herzen. ’Es ist ein neues Gebiet, erklärte der Projektkoordinator. ’Derzeit ist die EU weltweit führend, aber es tauchen bereits Wettbewerber auf. Wir müssen dieses Gebiet bei Studenten und Wissenschaftlern, vor allem den Frauen unter ihnen, fördern, um unseren Wettbewerbsvorsprung zu behalten.

Nano2Life will die bestehenden Ausbildungsprogramme in Europa aufzeigen und einen Studienplan für Nanotechnologie, ein technisches Ausbildungsprogramm und ein e-Learning-Programm vorbereiten.

’Erweist sich Nano2Life nach den vier Jahren als erfolgreich, so wird es die Grundlage für eine dauerhafte Integration aller Partner ins Europäische Institut für Nanobiotech (EIN) legen, das als anerkanntes Zentrum für wissenschaftliche Exzellenz auf dem Gebiet der Nanotechnologie sowie als Referenzzentrum für Öffentlichkeit und Industrie agieren wird. EIN wird ein zentrales Management und mehrere lokale Einrichtungen haben, erklärte Dr. Boisseau.

| cn
Weitere Informationen:
http://www.nano2life.org/

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