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Innovative Wohnraumsanierung - Auszeichnung der Preisträger des KfW-Award 2004

18.05.2004

Heute hat die KfW Förderbank die Preisträger des KfW-Award "Europäisch Leben - Europäisch Wohnen" in der KfW-Niederlassung in Berlin ausgezeichnet. Der 2003 erstmals ausgeschriebene Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Motto "Wohneigentum mit Zukunft - Modernisieren und Energie sparen". Damit sollte dem Aspekt Rechnung getragen werden, dass viele ältere Gebäude in den nächsten Jahren saniert werden müssen, da sie den heutigen Ansprüchen nach Wohnqualität und Energieeffizienz nicht mehr genügen. Alle prämierten Objekte zeichnen sich "dadurch aus, dass sie diesen Anforderungen in vorbildhafter Weise entsprechen", so Prof. Hans Kollhoff, Architekt und Vorsitzender der Jury.

Die KfW Förderbank möchte mit diesem Award Impulse zur Belebung des Wohneigentums in Deutschland geben und damit ihrer gesellschaftlichen und unternehmerischen Aufgabe gerecht werden. "Der Wettbewerb wendet sich deshalb ganz bewusst an die Bevölkerung, das heißt an den privaten Bauherren oder Eigentümer, weil wir uns damit direkt und unmittelbar mit den Wünschen und Vorstellungen unserer Kunden auseinandersetzen können", erläuterte Ingrid Matthäus-Maier, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

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Der mit insgesamt 27.000 EUR dotierte Award zeichnet kreative Beispiele für kostenbewusste ökologische Sanierungen oder Modernisierungen aus. Unter den rund 400 Einsendungen hat die mit hochkarätig besetzten Vertretern aus Architektur und der Energiefachbranche fünf Preisträger ermittelt. Das Wirtschaftsmagazin FOCUS und das ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO unterstützen die KfW Förderbank als Medienpartner.

Allein im letzten Jahr hat die KfW Kredite zur Förderung der Energieeinsparung und des Klimaschutzes im Wohnungsbestand in Höhe von insgesamt rund 2 Mrd EUR zugesagt. Das Erreichen des Niedrigenergiehausstandards im Wohnungsbestand ist dabei ein ganz besonderes Förderziel, denn energetisch gut sanierte Altbauten müssen nicht mehr Energie verbrauchen als moderne Neubauten. In weit über 3.000 Wohnungen konnte dieses ehrgeizige Ziel schon mit Hilfe von Investitionskrediten aus dem KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm erreicht werden.

Die Preisträger

Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt Lothar von Mansberg (Lauenförde) für die Sanierung eines Kavaliershauses als Teil eines unter Denkmalschutz stehenden Gutshofes. Nach Auffassung der Jury besticht dieses Projekt durch eine ganzheitliche Lösung. Diese umfasst ein technisch gut durchdachtes Klima- und Energiekonzept unter Einbeziehung der natürlichen Ressourcen des Standorts sowie eine stimmige, in das Umfeld integrierte Raumkonzeption.

Mit dem zweiten Preis würdigte die Jury ein im Jahre 1870 erbautes Objekt einer Bauherrengemeinschaft innerhalb einer Reihe von Arbeiterhäusern, die entlang des Flusses Iller in einem zentrumsnahen Viertel in Kempten entstanden sind. Überzeugt hat hier vor allem die technische Erneuerung des Objektes, die auf die Vorgaben des CO2-Gebäudesanierungsprogramms der KfW abgestimmt wurde und damit den Niedrigenergiehausstandard von Neubauten erfüllt.

Der dritte Preis ging an Horst und Sabine Seiler. Ausgezeichnet wurde die Sanierung eines Umgebindehauses in Obercunnersdorf im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien, das 1785 erbaut wurde. Die Jury zeigte sich davon beeindruckt, wie aus ursprünglich ganz einfachen Wohnverhältnissen heraus etwas Besonderes geschaffen wurde. Dies gilt für die Erhaltung des Fachwerkcharakters des Hauses wie vor allem auch für die Sanierung und Modernisierung der Innenräume.

Bei dem mit dem vierten Preis ausgezeichneten Objekt einer Wohneigentümergemeinschaft in Ludwigshafen war für die Jury vor allem die vorbildliche nachbarschaftsübergreifende Lösung hinsichtlich der technischen Ausstattung ausschlaggebend. Die Sanierung des Objekts wurde gleichzeitig mit dem Nachbarschaftsgebäude realisiert, so dass gemeinsam eine Heizanlage eingespart und dementsprechend auch der CO2-Ausstoß reduziert werden konnten.

Den fünften Preis erhielt Bettina Gallenmüller für ihr Objekt in Gundelfingen, einem Einfamilienhaus aus den fünfziger Jahren, das beispielhaft aufzeigt, wie mit einfachen Mitteln viel erreicht werden kann. Besonders hervorzuheben ist hier die Beachtung ökologischer Anforderungen sowie der sorgfältige Einsatz von umweltfreundlichen sowie recycelfähigen Materialien.

Dr. Charis Pöthig | KfW
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

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