Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aachener Erfinder wird mit Adolf-Martens-Preis 2004 ausgezeichnet

13.05.2004


Metallschaum-Spritzschichtverbunde hergestellt




„Aluminiumschaum-Spritzschichtverbunde für den Leichtbau“ lautet der Titel von Dipl.-Ing. Matthias Maurers Dissertation. Die ausgezeichnete Arbeit aus dem Bereich Werkstoffwissenschaften, Materialforschung und –prüfung wurde heute von der Bundesanstalt für Materialforschung, Adolf-Martens-Fonds e.V., in Berlin mit dem Adolf-Martens-Preis gewürdigt. Kern der Promotion des Werkstoffwissenschaftlers der RWTH Aachen sind zwei Patente, die durch Unterstützung der PROvendis GmbH derzeit zur Serienreife gelangen.

... mehr zu:
»Dissertation »Leichtbau »Patent


Gegenstand von Maurers Dissertation ist die Herstellung und Charakte-risierung neuartiger Aluminiumschaum-Spritzschicht-Verbunde für den Leichtbau. Pulvermetallurgisch hergestellte Aluminium-Schäume wurden durch thermische Spritzverfahren veredelt, die Verbunde umfassend geprüft und charakterisiert sowie Werkstoffdaten für eine konstruktive Anwendung ermittelt.

Zwei neue, vorteilhafte Verfahrenswege – der easyFoam sowie der spinFoaming-Prozess - wurden entwickelt, ihre technische Umsetz-barkeit nachgewiesen und patentiert. Diese erlauben die wirtschaftlich rentable, kontinuierliche Herstellung von homogenen Profilhalbzeug-Werkstoffverbunden aus gradiertem Metallschaum mit einer metallurgisch angebundenen harten und festen Spritzschicht.

„Die Patente sind eigentlich die Essenz meiner Dissertation“, sagt Maurer. „Volker Vanek von der Patentverwertungsagentur PROvendis GmbH hat diese Essenz sehr gut betreut“, so der Wissenschaftler. Der PROvendis-Innovationsmanager habe die Patentierung organisiert gekümmert und zahlreiche Industriepartner angesprochen. „Da es sich um eine komplett neue Technologie handelt, zögerten die Industriepartner anfänglich jedoch“, erläutert Dr. Maurer. Daraufhin sei Vanek die treibende Kraft bei der Formulierung des EU-Projekts „Bionic Roller“ gewesen, das die Technologie jetzt zur Serienreife bringt. Angewandt werden können easyFoam und spinFoaming zum Beispiel bei dem Bau von Leichtbauwalzen, die für große Druckmaschinen benötigt werden, als Crash Absorber in der Automobilindustrie oder für Gerüstebau-Systeme.

Preisträger Dr.-Ing Matthias Maurer

Dr.-Ing. Matthias Maurer studierte an der Universität des Saarlandes in Saarbücken, an der University of Leeds, England, in Nancy, Frankreich und Barcelona, Spanien. Als Génie des matériaux (Werkstofftechnik) schloss er den vier-nationalen Studiengang der Universitäten Saarbrücken, Nancy (F), Barcelona (Spanien), Lule (Schweden) ab, 1998 als Dipl.-Ing. der Werkstofftechnik und der Werkstoffwissen-schaften an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Ebenda studierte er ergänzend Betriebswirtschaftslehre und Italienisch.

Von 1999 bis 2004 absolvierte der nun 34-jährige Maschinenbauin-genieur den Promotionsstudiengang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehr- und Forschungsgebiet Werkstoffwissenschaften, Prof. Dr. Erich Lugscheider an der RWTH Aachen mit dem Forschungsthema „Aluminiumschaum-Spritzschichtverbunde für Leichtbau“. Im Rahmen seiner Dissertation in Aachen meldete er zum Patent an 2001 ein Verfahren zur Metallschaumbeschichtung und 2002 ein Verfahren zur Beschichtung von schäumbarem Metallbezug „easyFoam“. Als „Beschichtung von schäumbarem Metallbezug“ wurde am 3. Oktober 2003 für beide Patente (easyFoam und spinFoaming) die internationale Phase eingeleitet.

Adolf-Martens Preis

Der Adolf-Martens-Preis wird in der Regel im Abstand von zwei Jahren für die Disziplinen „Werkstoffwissenschaften, Materialforschung und –prüfung“ und „Analytische Chemie“ oder „Sicherheitstechnik einschl. Arbeitsschutz sowie verwandter Gebiete" ausgelobt.

Die Preise sind mit jeweils 2.500 EURO dotiert.

Mit dem Preis will der Adolf-Martens-Fonds e.V. das Engagement vor allem jüngerer Forscherinnen und Forscher fördern und würdigen.

Ausgezeichnet werden können sowohl grundlagenorientierte Arbeiten wie auch technische Entwicklungen und Transferleistungen, von denen innovative Impulse für die Industrie erwartet werden dürfen.

Weitere Informationen:

Dr.-Ing. Matthias Maurer, Tel.: 0241/ 166-0226
E-Mail: maurer@msiww.rwth-aachen.de

Dipl.-Ing. Volker Vanek, Tel.: 0208/ 30004-35
E-Mail: va@provendis.info

Auskünfte zum Adolf-Martens-Preis: Marianne Peyer, Tel.: 030/ 8104-1029
E-Mail: marianne.peyer@bam.de
Internet: www.amf.bam.de/Preis 2002.htm

Katja Stiegel | PROvendis GmbH

Weitere Berichte zu: Dissertation Leichtbau Patent

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise