Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wolfgang-Ritter-Preis an Dr. Andrea Schneider

11.05.2004


Hinter der anhaltenden Diskussion über die Lösung von aktuellen wirtschaftlichen und sozialen Problemen steht letztlich die grundsätzliche Frage, welche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung dem Menschen in seiner historischen Situation entspricht, welche Werte in ihr verwirklicht werden sollen, welcher Institutionen es bedarf und welche Aufgaben dem Staat zukommen. In ihrer Dissertation "Ordnungsaspekte in der Nationalökonomik - eine historische Reflexion" hat Dr. Andrea Schneider charakteristische Ordnungsvorstellungen verschiedener wirtschaftstheoretischer Schulen charakterisiert und auf deren mögliche aktuelle Relevanz hin befragt. Für diese Arbeit wurde sie jetzt in Bremen mit dem hochdotierten Wolfgang-Ritter-Preis ausgezeichnet.


In seiner Laudatio würdigte Prof. Dr. Wolfram Elsner von der Universität Bremen vor allem die Zentralität der in Dr. Schneiders Dissertation aufgeworfenen Fragen sowohl für die Diskussion der wirtschaftswissenschaftlichen Methodik als auch der wirtschaftspolitischen Praxis. Die von Prof. Dr. em. Günter Büschges und Prof. Dr. em. Ernst Dürr an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät betreute Arbeit wurde bereits 2003 mit dem Promotionspreis der Hermann-Gutmann-Stiftung ausgezeichnet.

Die Wolfgang-Ritter-Stiftung schreibt jährlich bundesweit den mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Preis aus, mit dem hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre geehrt werden. Neben Dr. Schneider wurden zwei weitere Preisträger ausgezeichnet. Jeder Preisträger erhielt ein Preisgeld in Höhe von 7.000 Euro.


Dr. Andrea M. Schneider wurde 1969 in Erlangen geboren. Nach einem Studienaufenthalt an der Université de Paris, Sorbonne, studierte sie Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Leeds und Erlangen-Nürnberg. Von 1997 bis 2002 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Entwicklungspolitik der Universität Erlangen-Nürnberg tätig. 2002 erhielt sie das Calihan Research Assistance Fellowship des Acton Institute, Michigan, USA. 2003 wurde sie an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg promoviert. Seit 2003 ist sie in der wissenschaftlichen Politikberatung tätig und beschäftigt sich hier insbesondere mit wachstums-, arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Fragestellungen. Ihr wissenschaftliches Interesse gilt darüber hinaus Fragen der Wirtschafts- und Sozialordnung, der Geschichte der Sozialwissenschaften sowie der Institutionen- und Verhaltensökonomik.

Weitere Informationen: Dr. Andrea M.Schneider, Tel.: 030/ 26996-516, andrea.schneider@kas.de

Heidi Kurth | idw
Weitere Informationen:
http://www.kas.de

Weitere Berichte zu: Dissertation Volkswirtschaftslehre

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Rudolf-Virchow-Preis 2017 – wegweisende Forschung zu einer seltenen Form des Hodgkin-Lymphoms
23.06.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

nachricht Repairon erhält Finanzierung für die Entwicklung künstlicher Herzmuskelgewebe
23.06.2017 | Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften