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Forschungsforum TRAFO: Highlights angewandter FH-Forschung

11.05.2004


„Transferorientierte Forschung an Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen“ (TRAFO) steht im Mittelpunkt eines Forschungsforums, das die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ (AiF) am 10. Mai 2004 gemeinsam mit dem Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MWF) an der Fachhochschule Düsseldorf veranstaltet. Die AiF betreut das For-schungsförderprogramm TRAFO seit 2001 im Auftrag des MWF als Projektträger. Gegenwärtig stehen für TRAFO jährlich rund 2,5 Mio. € Fördermittel zur Verfügung.



Die Leistungsschau richtet sich u.a. an mittelständische Unternehmen, die sich für die Forschungszusammenarbeit mit einer Fachhochschule (FH) interessieren. Mit einer Ausstellung und 33 Vorträgen stellen 13 FH aus Nordrhein-Westfalen ihre Forschungsergebnisse vor. An den Vorhaben waren häufig mehrere Unternehmen sowohl fachlich als auch finanziell beteiligt. Die Forschungsgebiete umfassen Gesellschaft und Wirtschaft, Maschinenbau und Werkstoffe, Automatisierung und Steuerung, Umwelt und Versorgung sowie Information und Kommunikation. Die einzelnen Projekte reichen von der Mikrostrukturierung neuartiger Elastomer-Druckwalzen mit Lasertechnik über ein multiskalierbares Hybridsystem für Inselnetze mit regenerativen Energiequellen bis zu Mobile Computing in der Medizin. Ein Forscherteam mit Teilnehmern aus sechs nordrhein-westfälischen FH entwickelt und verbreitet Verfahren zur Anwendung moderner Werkzeuge der Computational Intelligence in der Automatisierungs- und Informationstechnik.

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NRW-Forschungsministerin Hannelore Kraft und AiF-Präsident Johann Wilhelm Arntz eröffnen die Veranstaltung. Weitere Grußworte tragen bei Professor Joachim Metzner, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen in NRW, Professor Hans-Joachim Krause, Rektor der Fachhochschule Düsseldorf, und Hans Georg Cro-ne-Erdmann, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Industrie- und Handelskammern in NRW.

NRW-Forschungsministerin Hannelore Kraft: „Wir stellen nicht ohne Grund bis 2006 rund 14 Millionen Euro für TRAFO bereit: Fachhochschulen leisten einen wichtigen Beitrag zur Lösung praxisbezogener Problemstellungen und sind Partner für die regi-nalen Unternehmen. Dies unterstütze ich vehement, denn wir müssen möglichst viele Brücken bauen, um Wissenschaftler und Unternehmen zusammen zu bringen. Dies ist einer der Zukunftsschlüssel für die Innovationsfähigkeit unseres Landes.“

AiF-Präsident Arntz hebt in seiner Begrüßung die Bedeutung der Forschung und Ent-wicklung an Fachhochschulen hervor, deren Unterstützung die jüngste Förderlinie im Aufgabenspektrum der AiF bildet: „Sie ergänzt einerseits die Förderung der branchen-weiten industriellen Gemeinschaftsforschung, die der Ausgangspunkt für die Gründung der AiF vor genau 50 Jahren war. Andererseits ergänzt sie die firmenspezifische Förderung von Forschung und Entwicklung, durch die einzelne mittelständische Unter-nehmen ihre Wetbewerbsfähigkeit nachhaltig steigern können.“ Fachhochschulen sind laut Arntz innerhalb des Innovationsnetzwerkes der AiF zusätzliche Forschungspartner für die kleinen und mittleren Unternehmen in ihrer Region: „Sie empfehlen sich dafür vor allem auf Grund ihrer prinzipiellen Ausrichtung auf besonders praxisnahe Lehre und Forschung. Der innovative Mittelstand hat großes Interesse an forschungsstarken Fachhochschulen, weil sie einen spürbaren Beitrag zum „Aufwind für den Mittelstand“ leisten, der das Motto des fünfzigjährigen Jubiläums der AiF bildet. Das erste Forschungsforum TRAFO legt davon ein beredtes Zeugnis ab.“

Das Programm TRAFO zielt auf die Stärkung der FuE-Strukturen an nordrhein-westfälischen FH und auf Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und regionaler Wirtschaft. TRAFO soll die Innovationsfähigkeit mittelständischer Unternehmen zum Nutzen des Standortes Nordrhein-Westfalen steigern. Die prinzipielle Ausrichtung der FH auf anwendungsorientierte Lehre und Forschung kommt den Bedürfnissen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) entgegen. Die FH ihrerseits können gerade bei der Zusammenarbeit mit KMU wertvolle Einblicke in praxisrelevante Entwicklungen und Problemstellungen des Marktes gewinnen.

Silvia Behr | AiF
Weitere Informationen:
http://www.aif.de

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