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BMBF fördert sechs universitäre Spitzenzentren in den Neuen Ländern

16.03.2004


Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert universitäre Spitzenzentren in den Neuen Ländern. Das Programm "Zentren für Innovationskompetenz. Exzellenz schaffen – Talente sichern" ist Teil von "Unternehmen Region", der BMBF-Innovationsinitiative für die Neuen Länder. Für die verschiedenen Programme von "Unternehmen Region" stehen allein in diesem Jahr rund 98 Millionen Euro zur Verfügung.


Zwölf herausragende ostdeutsche Forschungsinitiativen hatten ihre Strategiekonzepte für internationale Spitzenforschungszentren einer hochrangig besetzten Expertenjury zur Bewertung präsentiert. Die Entwicklung dieser Konzepte wurde zuvor in einer einjährigen Strategiephase vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Bis 2009 werden die ausgewählten sechs Zentren voraussichtlich mit Beträgen zwischen jeweils vier und zehn Millionen Euro vom BMBF gefördert. Mit insgesamt ca. 50 Millionen Euro werden an jedem der Zentren mindestens zwei international besetzte Gruppen von Spitzennachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern finanziert."


Zu "Unternehmen Region" zählen unter anderem die Programme "InnoRegio" und "Wachstumskerne", mit denen das BMBF erfolgreich Bündnisse von Unternehmen und Wissenschaft in den Neuen Ländern fördert. Ziel der so zusammengefassten Programme ist die Entstehung von Regionen, die durch ein klares wirtschaftliches und wissenschaftliches Profil ein überdurchschnittliches Wachstum erreichen.

Die sechs Zentren für Innovationskompetenz im Überblick:

  • OncoRay, Dresden
    Ziel von OncoRay ist, die Heilung von Krebserkrankungen durch eine biologisch individualisierte, technologisch optimale Strahlentherapie zu verbessern. Hierfür sollen die Strahlentherapie mit der Verabreichung biologisch wirksamer Substanzen kombiniert, neuartige Verfahren für die individualisierte Bestrahlungsplanung entwickelt und die Strahlenapplikation auf höchstem physikalisch-technischem Niveau ermöglicht werden.

  • ICCAS, Leipzig
    Forschungsgegenstand des Leipziger Zentrums wird die roboter- und computerassistierte Chirurgie sein. In diesem Kontext sollen insbesondere spezielle Problemstellungen zur Verarbeitung von Biosignalen und Bilddaten, zur Informationsintegration, zur Mechatronik und zur Systemsicherheit bearbeitet werden.

  • Funktionelle Genomforschung, Greifswald
    In Greifswald soll die in den vergangenen Jahren entwickelte Expertise auf dem Gebiet der funktionellen Genomforschung genutzt werden, um die molekularen Ursachen von ausgewählten Volks- und Infektionskrankheiten zu erforschen. Ziel dieser Untersuchungen ist, die Diagnose und die Therapie solcher Erkrankungen zu verbessern.

  • Celisca, Rostock
    Forschungsgegenstand von Celisca sind neue Systemkonzepte für das automatisierte Hochdurchsatz-Screening und die automatisierte Hochleistungsanalytik. Hierdurch sollen technologische Voraussetzungen zur effizienteren Gewinnung von neuen Wirkstoffen und Katalysatoren geschaffen werden, die für Entwicklung verbesserter Therapiekonzepte in der Medizin, für die Steigerung des Ertrages und der Qualität landwirtschaftlicher Produkte oder für die Entwicklung neuer chemischer Prozesse eingesetzt werden können.

  • ultra optics, Jena
    ultra optics hat sich die Aufgabe gestellt, fundamentale Beiträge zur Aufklärung der physikalischen und technologischen Möglichkeiten bzw. Grenzen der Kontrolle und Steuerung von Lichteigenschaften zu leisten. Auf dieser Grundlage sollen Basiselemente einer optischen Systemtechnik entstehen, die - analog zur Elektronik Mitte der 1960er Jahre - den Schritt von diskreten Bauelementen hin zu voll integrierten Funktionseinheiten erlauben.

  • MacroNano, Ilmenau
    Forschungsschwerpunkte des Ilmenauer Zentrums sind die Mikrofluidik und Biosensorik sowie die "funktionalisierte Peripherik". Damit sollen insbesondere die technischen Grundlagen für das Handling und die Detektion von einzelnen Zellen oder Molekülen sowie für die Entwicklung komplexer Bauelemente mit definierten Mikro- bzw. Nanostrukturen geschaffen werden. Diese Ansätze sind sowohl für die molekulare Medizin als auch für die moderne Elektronik von Bedeutung.

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

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