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Innovatives zur Mikrostruktur geschockter Minerale mit Hilfe der Transmissionselektronenmikroskopie

06.10.2003


Seineanalytischen Arbeiten führten zur Entdeckung neuer Hochdruckminerale


Für seine innovativen Arbeiten zur Untersuchung der Mikrostruktur geschockter Minerale mit Hilfe der Transmissionselektronenmikroskopie hat die Deutsche Mineralogischen Gesellschaft kürzlich in Bochum den Bayreuther Geowissenschaftler Privatdotzent Dr. Falko Langenhorst mit dem Victor-Moritz-Goldschmidt- Preis ausgezeichnet. Der Akademische Oberrat Falko Langenhorst arbeitet seit Mai 1997 am Bayerischen Geoinstitut.

Langenhorst, so heißt es in der Lobrede, seit ein international angesehener Mineraloge, der sich seit vielen Jahren mit der Untersuchung von Impaktgesteinen im Labor und im Gelände beschäftigt. Sein besonderes Forschungsinteresse gilt der Charakteristik und den Entstehungsbedingungen von Impaktdiamanten sowie von Stoßwellenexperimenten. Er konnte in Experimenten mit Kalzit nachweisen, dass bei großen Impaktereignissen die Mengen an freigesetztem CO2 bisher bei weitem überschätzt wurden, was fundamentale Auswirkungen auf Modelle des Aussterbeereignisses an der Kreide-Tertiär-Grenze hat. Die wichtige von Herrn Langenhorst angewandte Untersuchungsmethode sei die Transmissionselektronenmikroskopie, heißt es weiter. Sowohl bei der Untersuchung der Mikrostruktur geschockter Minerale als auch in der Weiterentwicklung der analytischen Methodik habe der Bayreuther Mineraloge wesentliche Beiträge geleistet, die entscheidende Fortschritte für die Transmissionselektronenmikroskopie darstellten.


Bemerkenswert seien u.a. seine Arbeiten zur Entwicklung der ELNES- Spektroskopie, einer neuen Methode, die die Untersuchung der Koordinationsgeometrie auch leichter Elemente in einer Probe ermöglicht. Seine analytischen Arbeiten führten u.a. zur Entdeckung neuer Hochdruckminerale.

Weitere Informationen bei
Dr. Stefan Keyssner
Bayerisches Geoinstitut
Tel. 0921/55-3704
Fax: 0921/55-843704
e-mail: stefan.keyssner@ uni-bayreuth.de

Kerstin Wodal | Uni Bayreuth

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