Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bayerischer Habilitationsförderpreis 2003 an Psychologin der Uni Würzburg vergeben

30.07.2003


Dr. Lioba Werth


Die Psychologin Dr. Lioba Werth von der Uni Würzburg erhält einen der insgesamt acht Bayerischen Habilitationsförderpreise 2003. Dabei handelt es sich um eine Auszeichnung für qualitativ herausragende Habilitationsvorhaben sowie um eine finanzielle Hilfe für die jungen Wissenschaftler.


Dr. Werth arbeitet an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und Anwendung, befasst sich unter anderem mit dem Transfer von psychologischem Wissen in Wirtschaftsunternehmen. Ihr Ziel ist es, die bei Urteilsbildungen und Verhaltensentscheidungen ablaufenden psychologischen Prozesse aufzuzeigen und Verbesserungsmöglichkeiten zugänglich zu machen.

Laut Dr. Werth sind diese so genannten "nicht bewussten, nicht intentionalen" Prozesse in Unternehmen bislang nicht berücksichtigt worden, obwohl gerade dort Entscheidungsabläufe von Bedeutung sind und erhebliche personelle und finanzielle Konsequenzen haben können. Somit blieben Einflüsse und Erkenntnisse verborgen, die das Verhalten der Mitarbeiter und damit letztendlich das Unternehmen selbst wesentlich mitsteuern. Diesen Missstand will die Psychologin im Rahmen ihrer Habilitation beheben, indem sie implizite Prozesse identifiziert und deren Zustandekommen analysiert.


Lioba Werth, 1972 in Aachen geboren, studierte Psychologie an der Uni Trier und promovierte dort 1998 mit einer Arbeit aus der Sozialpsychologie. Sie arbeitete an mehreren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekten mit und erhielt für die Jahre 2000 bis 2002 ein DFG-Forschungsstipendium.

Seit 1994 bietet sie Trainingseinheiten in Sozialer Kompetenz und Konfliktmanagement an. 1999 gründete sie in Würzburg in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Psychologie II das Zentrum für Training und Weiterbildung (ZTW). Auch hierbei ist es ihr Ziel, neueste Ergebnisse aus der Forschung in die Wirtschaft zu bringen, und zwar in Form von Trainings, Unternehmensdiagnosen und Beratungen.

Der Bayerische Habilitationsförderpreis besteht aus einem monatlichen Stipendium von 2.815 Euro für maximal drei Jahre und einem jährlichen Sachkostenzuschuss von bis zu 7.700 Euro. Zusätzlich können der Universität für eine ergänzende Ausstattung, die dem Habilitationsprojekt zu Gute kommt, einmalig bis zu 25.600 Euro gewährt werden. Die Preisverleihung findet am 17. September in München statt.

Laut Wissenschaftsminister Hans Zehetmair zielt der Preis darauf ab, hoch qualifizierte promovierte Frauen und Männer für die Hochschulen zu gewinnen. In diesem Jahr war die Auszeichnung für Projekte aus den Geistes- und Kulturwissenschaften (ohne Theologie) und der Rechtswissenschaft ausgeschrieben. Von 30 eingereichten Bewerbungen bewertete eine Fachkommission acht als besonders hochkarätig.

Weitere Informationen:

Dr. Lioba Werth
Tel: 0931 - 31-2860, Fax -2812
E-Mail: werth@psychologie.uni-wuerzburg.de

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de

Weitere Berichte zu: Habilitationsförderpreis Psychologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope
20.10.2017 | Freie Universität Berlin

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie