Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stifterverband zeichnet die besten Bachelor- und Masterstudiengänge aus

07.07.2003


Siegerhochschulen im Stifterverbands-Wettbewerb "ReformStudiengänge" setzen Benchmarks für die Studienreform



Vier neu geschaffene Bachelor- und Masterstudiengänge werden in den kommenden drei Jahren vom Stifterverband mit jährlich jeweils Euro 100.000 unterstützt: "Philosophy & Economics" an der Universität Bayreuth, "Sozialwissenschaften" an der Universität Düsseldorf, "Biowissenschaften" an der Universität Münster und "Mechanical and Process Engineering" an der Technischen Universität Darmstadt.



Das ist das Ergebnis des Wettbewerbs im Aktionsprogramm "ReformStudiengänge", mit dem der Stifterverband besonders vorbildliche Studiengänge mit dem neuen Abschluss Bachelor/Master identifizieren, auszeichnen und bei ihren Reformvorhaben unterstützen will. Wichtigste Auswahlkriterien dabei waren eine systematische Neuausrichtung der Ausbildungsziele, der Studienstrukturen und der Lehr- und Prüfungsinhalte in den unterschiedlichen Studienphasen.

"Unter den 91 Anträgen haben wir letztlich nur vier wirklich herausragende Studiengänge identifizieren können, die die hohen Anforderungen der Ausschreibung erfüllen konnten", erklärte Dr. Ekkehard Winter, stv. Generalsekretär und Vorsitzender der Jury, warum nicht wie ursprünglich geplant, fünf Sieger ausgewählt wurden. "Nur wenigen neuen Studiengängen gelingt es, sich tatsächlich neu zu erfinden. Insofern ist unser Ergebnis Abbild der Wirklichkeit und spiegelt den Stand des Reformprozesses an den deutschen Hochschulen wider."

Die vom Stifterverband ausgezeichneten konsekutiven Studiengänge aus unterschiedlichen Disziplinen haben in dieser Hinsicht einen wirklichen Modellcharakter und lassen sich auch auf andere Hochschulen übertragen. An diesen Benchmarks sollten sich daher diejenigen orientieren, die an ihren Fachbereichen in nächster Zeit Bachelor- und Masterstudiengänge einrichten wollen.

Winter: "Unser Wettbewerb hat deutlich gezeigt: Es macht keinen Sinn, alte und neue Studienstrukturen parallel anzubieten. Das verführt zur Übernahme traditioneller Lehrinhalte und -formen wegen der begrenzten Ressourcen und verursacht Verunsicherung bei Studienbewerbern und zukünftigen Arbeitgebern."

Auch andere Probleme bei der Umstellung auf die neuen Studienstrukturen hat der Wettbewerb des Stifterverbandes aufgezeigt: So wird häufig unterschätzt, dass der Anspruch an die Bachelorphase besonders hoch ist, weil fachlich eine breite Grundlage für spätere Spezialisierungen gelegt werden muss und die am Studiengang beteiligten Fächer sich darauf verständigen müssen, was seinen Kern ausmacht und was weggelassen werden kann.

Dazu kommt, dass in den meisten Fällen die Forderung nach der Berufsbefähigung der Bachelor-Absolventen nicht ernst genug genommen wird. Angaben zur Vermittlung von Schlüsselqualifikationen waren in den Anträgen häufig sehr allgemein gehalten, denkbare Berufsfelder meist nur diffus beschrieben, Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern bestanden sehr selten.

Die Herausforderungen werden noch größer, wenn verschiedene Disziplinen aufeinander abgestimmte Module zu dem neuen Studiengang beisteuern sollen. Es gibt oft nur unzureichende Vorstellungen darüber, was ein Modul überhaupt ist, also wie es fachlich zugeschnitten sein soll, wie es mit anderen Modulen korrespondiert, welche Arbeitsbelastung es beinhaltet und wie es studienbegleitend geprüft werden soll.

Michael Sonnabend | idw
Weitere Informationen:
http://www.stifterverband.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie