Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochschulnachwuchs prämiert für IT-Neuheiten

06.02.2003


Multimedia Transfer 2003: Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro vergeben



Ministerialdirektor Wolfgang Fröhlich vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden Württemberg hat heute auf der Bildungsmesse Learntec in Karlsruhe die Preisträger des bundesweit größten Multimedia-Nachwuchswettbewerbs, dem Multimedia Transfer 2003, ausgezeichnet. Er verlieh Preise im Wert von insgesamt 10.000 Euro für vier Beiträge. Die Bandbreite der prämierten Projekte reichte von DVD-Anwendungen bis zu neuen audiovisuellen Medien aus den Bereichen Medizin, Kommunikation, Technik und Unterhaltung.

... mehr zu:
»EnBW »Multimedia Transfer »Transfer


Der mit 4000 Euro dotierte erste Preis, den die EnBW gestiftet hatte, ging an René Blümel, Sebastian Uhlig und Kai Steinmann. Das an der Universität Leipzig entstandene Projekt ist eine Lehr-DVD zum Thema Filmästhetik. Die interaktive DVD überzeugt mit einer Kombination von Lehrinhalten und Filmbeispielen. Dem Betrachter wird das Aufnehmen, Verarbeiten und Verinnerlichen des Materials erheblich erleichtert, dem Lehrenden die Vermittlung: Die Inhalte der DVD können per Beamer auch vor großen Auditorien gezeigt werden, die Navigation in den Menüs ist einfach und logisch. Die Jury lobte die engagierte Arbeit, die eine optimale Nutzung des Mediums ermögliche. Sie schließe die didaktische Marktlücke und bringe somit das Lernen auf neue Wege.

Den Preis der Commerzbank über 3000 Euro erhielten zwei Absolventen der Universität Karlsruhe: Peter Heinze und Sascha Däuber. Ihr Beitrag "KaNalyze" dient der Evaluation dreidimensionaler Formmodelle. Mit dem Werkzeug ist es den Autoren gelungen, dem Arzt ein intuitiv verständliches Arbeitsmittel an die Hand zu geben, das auch den hohen Anforderungen an die Erstellung von Befunden gerecht wird. Die Anwendung unterstützt eine Reihe von Eingangsformaten; gleichzeitig stellen automatisierte Workflows sicher, dass innerhalb kurzer Zeit Auswertungen zur Verfügung stehen. Komplexe Entscheidungsprozesse werden erleichtert, indem mehr Information aus den Daten, die mit bildgebenden Verfahren gewonnen wurden, bereit gestellt werden kann. Dies sei ein wichtiger Beitrag für die praktische Arbeit der Mediziner, befand die Jury.

Isabel Zorn und Maika Büschenfeldt von der Universität Bremen gewannen mit "vifu" den Frauensonderpreis beim Multimedia Transfer. Zum wiederholten Male stiftete IBM Deutschland den "Women’s Special" über 2.500 Euro und zeichnete damit die Kommunikationsplattform "Virtuelle Internationale Frauenuniversität vifu" aus, die derzeit 700 Wissenschaftlerinnen aus mehr als 100 Ländern vernetzt. Der vifu-Server stellt verschiedene Kommunikationsdienste bereit und entwickelt eine Online-Datenbank mit wissenschaftlichen Dokumenten, die von den Wissenschaftlerinnen gefüllt werden kann. Die Jury würdigte den interkulturellen Ansatz der Plattform und lobte die Qualität der Vernetzung sowie der Herstellung und Verknüpfung von Modulen.

Den Nachwuchspreis über 500 Euro hatten Tobias Windbrake und Christian Kohls, Teilnehmer des Wettbewerbs im vergangenen Jahr, gestiftet. Ihn bekam der Erfinder der "TonLeiter": Christopher Bauder, Student an der Universität der Künste Berlin, entwickelte aus zwei Haushaltsleitern und Videoprojektionen eine Bühnenperformance, bei der er die Leitern zum elektronischen Live-Musikinstrument umfunktionierte. Das Betreten jeder Sprosse erzeugt einen eigenen, von Stufe zu Stufe unterschiedlichen Ton oder Klang. Zudem lassen sich über die Leitersprossen Videoloops ansteuern und neu kombinieren. So entsteht zum Takt der Musik ein individueller Live-Videomix. Die Jury lobte den innovativen Ansatz, aus einer Leiter ein audiovisuelles Medium zu machen.

Der Wettbewerb Multimedia Transfer trifft bei Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf hohe Resonanz. Die mit über 60 Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft hochkarätig besetzte Jury bewertete 181 eingereichte Arbeiten. Die 26 besten Teilnehmer präsentieren ihre Arbeiten noch bis 7. Februar auf der Learntec in Karlsruhe. Namhafte Firmen unterstützen den Wettbewerb, darunter Commerzbank, EnBW, IBM, Credit Suisse und der SWR. Veranstalter des Multimedia Transfer ist das Rechenzentrum der Universität Karlsruhe.

Auf Wunsch der Medien können Fotos von der Preisverleihung in elektronischer Form zur Verfügung gestellt werden.

Nähere Informationen:

Universität Karlsruhe (TH), Rechenzentrum
Vera Keplinger, Anne Habbel
Tel. 0721/608-4873 oder -6113
Fax 0721/69 56 39
E-Mail: kontakt@mmt.uni-karlsruhe.de


Dr. Elisabeth Zuber-Knost | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-karlsruhe.de/~presse/pm_1104.html

Weitere Berichte zu: EnBW Multimedia Transfer Transfer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope
20.10.2017 | Freie Universität Berlin

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise