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Bayer verleiht ersten Forschungspreis in Beijing

01.02.2002


Forschungskooperation mit der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS): Bayer verleiht ersten Forschungspreis in Beijing Auszeichnung für chinesische Spitzenwissenschaftler mit Auslandserfahrung

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In einer feierlichen Zeremonie wurden am 1. Februar in Beijing zwei chinesische Wissenschaftler mit den "CAS-Bayer Research Awards 2001/2002" ausgezeichnet. Die neuen Forschungspreise werden von Bayer, einem internationalen Unternehmen der pharmazeutisch-chemischen Industrie, und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) verliehen. Erste Preisträger waren Professor Zhao Jincai, der mit dem "CAS-Bayer Young Chinese Scientist Award" ausgezeichnet wurde, und Professor Liu Jikai, der für seine Arbeit den "CAS-Bayer Start-up Fund" erhielt. Die Auszeichnungen sind Teil eines im April 2001 geschlossenen Kooperationsvertrags zwischen dem Unternehmen und der wissenschaftlichen Einrichtung.

Grundlage dieser Vereinbarung ist, dass Bayer der CAS bis zum Jahr 2005 Gelder in Höhe von 500.000 USD bereitstellt. Mit diesen Mitteln sollen gemeinsame Forschungsarbeiten mit CAS-Instituten gefördert und herausragende chinesische Wissenschaftler unterstützt werden. Darüber hinaus sollen die Forschungspreise als Anreiz dienen, chinesische Wissenschaftler, die mit postdoktoralen Stipenden an internationalen Universitäten forschen, nach China zurückzuholen, um dort eigene Forschungsgruppen an CAS-Instituten zu gründen. Ferner sollen mit diesen Preisen vielversprechende Doktoranden, CAS-Wissenschaftler und anderer Spitzenakademiker im Rahmen von Stipendienprogrammen gefördert werden.


Prof. Dr. Fred Heiker, Leiter der Zentralen Forschung bei Bayer, und Prof. Yan Bailing, stellvertretender Leiter der CAS, überreichten gemeinsam die Auszeichnungen. In seiner Rede im Shangri-La Hotel in Beijing erklärte Prof. Dr. Heiker: "Wir freuen uns, dass wir durch unsere enge und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der angesehenen Chinesischen Akademie der Wissenschaften einen Beitrag zu den exzellenten Forschungsarbeiten von Wissenschaftlern wie Professor Liu und Professor Zhao leisten können. Gleichzeitig profitieren unsere chinesischen Partner von einem Austausch mit unserer Expertise auf dem Gebiet der industriellen Forschung mit konkreten Anwendungen."

Der mit 25.000 USD dotierte "CAS-BAYER Start-up Fund" 2001/2002 ging an Liu Jikai, Professor für Naturstoffchemie am Kunming Institut für Botanik der CAS. Prof. Liu und sein Team wurden für ihre Entdeckung und Entwicklung von Arznei- und Pflanzenschutzmitteln ausgezeichnet. Das Forschungsteam um Für Prof. Liu untersucht erfolgreich Naturstoffe mit geringem Molekulargewicht in Pflanzen, Pilzen, Mikroorganismen und Meerestieren auf der Suche nach neuen Leitstrukturen für die Entwicklung besserer Wirkstoffe. Von 1993 bis 1994 war Prof. Liu Forschungsstipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Universität des Saarlandes. 1996 und 1997 arbeitete er als Gastwissenschaftler am Pharma-Forschungszentrum der Bayer AG in Wuppertal.

Prof. Zhao Jincai, stellvertretender Direktor des photochemischen Labors am Institut für Chemie der CAS, erhielt den mit 10.000 USD dotierten "CAS-Bayer Young Chinese Scientist Award". Nach seiner Rückkehr aus Japan 1995 gründete Prof. Zhao das photokatalytische Labor in China. Dort konzentrierte er sich auf die Erforschung der photokatalytischen Zersetzung von Stoffen unter dem Einfluss sichtbaren Lichts. Seine Erkenntnisse sucht er einzusetzen für den Abbau farbiger Stoffe im Abwasser. Prof. Zhao promovierte an der Meisei-Universität in Japan und führte seine Forschungen mithilfe eines postdoktorales Forschungsstipendiums weiter.

Forschung und Entwicklung sind ein integraler Bestandteil der langfristigen Unternehmensentwicklung von Bayer in Greater China. Mit einem Umsatz von rund 1 Milliarde USD (? 1,1 Mrd.) im Jahr 2000 ist diese Region der zweitgrößte Markt in Asien für den Konzern. Bayer beschäftigt dort ca. 2.200 Mitarbeiter und hält Mehrheitsbeteiligungen an insgesamt 17 Unternehmen in der Volksrepublik China. Neun Produktionseinheiten in den Bereichen Gesundheit, Polymere und Spezialchemikalien wurden bereits in Betrieb genommen, wobei der Inlandsproduktion eine immer größere Rolle zukommt. Im November 2001 erfolgte die Grundsteinlegung für das weltweit größtes Einzelinvestitionsprojekt des Konzerns: eine integrierte World-scale-Anlage zur Herstellung von Polymeren im Shanghai Chemical Industry Park in Caojing bei Shanghai mit einem Investitionsvolumen von rund 3,1 Mrd. USD (? 3,4 Mrd.). Damit zählt Bayer zu den führenden Auslandsinvestoren in der Volksrepublik China.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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