Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Forschung für die Produktion von morgen"

09.07.2001


Wettbewerbsvorteile für kleine und mittlere Unternehmen durch schnelle und preisgünstige Herstellung von Prototypen und Kleinserien
BMBF fördert neue Ansätze mit mehr als 23 Millionen Mark


Im Rahmen des Konzeptes "Forschung für die Produktion von morgen" fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Konkurrenzfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) mit dem Wettbewerb "Innovative Herstellung von Kleinserien und serienidentischen Prototypen". Acht Forschungsprojekte sind die Gewinner des im letzten Jahr vom Bundesministerium für Forschung und Bildung ausgelobten Wettbewerbs. An den von unabhängigen Experten aus 36 Vorschlägen ausgewählten Projekten arbeiten 53 Forschungseinrichtungen und Unternehmen interdisziplinär im Verbund. Das BMBF fördert sie mit insgesamt 23,5 Millionen Mark. Davon gehen 11 Millionen Mark an kleine Unternehmen. Der Rest verteilt sich auf beteiligte Forschungseinrichtungen (10,5 Mio. DM) und große Unternehmen (2 Mio. DM).

Ziel der Forschungsvorhaben ist die Entwicklung von Verfahren zur preisgünstigen und schnellen Herstellung möglichst serienidentischer Prototypen oder ganzer Kleinserien (Rapid Prototyping). Damit kann ein großes Problem kleinerer Unternehmen gelöst werden: In kurzer Zeit und zu akzeptablen Kosten funktionsfähige Prototypen oder Prototypenwerkzeuge sowie kundenindividuelle Produkte in kleinen Stückzahlen herzustellen.

Beim Rapid Prototyping werden Bauteile mit Computerhilfe auf der Basis von CAD-Daten schichtweise aus verschiedenen Materialien erzeugt. Dank verbesserter Anlagen und Werkstoffe wird damit heute die Fertigung selbst großer und komplexer Bauteile in einsatztauglicher Qualität möglich. Innovationen von Rapid Prototyping tragen unmittelbar zur Verkürzung der Produktentwicklungszeiten bei. Sie helfen, Entwicklungskosten zu sparen und die Konkurrenz der Unternehmen im globalen Wettbewerb nachhaltig zu stärken.

Die Themen der ausgewählten Forschungsprojekte zeigen die breite Vielfalt der Möglichkeiten von Rapid Prototyping Verfahren. Funktionsprototypen mit serienidentischen Eigenschaften und Bauteilkleinserien aus metallischen und keramischen Werkstoffen oder Kunststoffen werden entwickelt. Ebenfalls werden Rapid Tooling Technologien für den Kokillen-, Druck- oder Sandguss für Konventionelle, aber auch für mikrotechnische und mikrofluidische Bauteile realisiert. Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich damit beispielsweise in der Automobilindustrie und bei deren Zulieferern, dem Haushaltsgerätebau, in der Medizintechnik oder im Geräte- und Armaturenbau.

Weitere Informationen zum Thema "Rapid Prototyping", den gestarteten Projekten, sowie weiteren Themenschwerpunkten innerhalb des Rahmenkonzepts stehen im Internet unter www.fzk.de/pft.

Der vom BMBF mit der Programmdurchführung beauftragte Projektträger ist das

Forschungszentrum Karlsruhe GmbH
Projektträgerschaft Produktion und Fertigungstechnologien (PFT)
Dipl.-Ing. Leistner
Hallwachsstraße 3
01069 Dresden
Tel.: 0351/463-1429

| bmbf Pressedienst

Weitere Berichte zu: Prototyping Rapid

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Space Exploration Masters 2017: Topaktueller Innovationswettbewerb
22.06.2017 | AZO Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen

nachricht Otto-Hahn-Medaille für Jaime Agudo-Canalejo
21.06.2017 | Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Im Focus: Forscher entschlüsseln erstmals intaktes Virus atomgenau mit Röntgenlaser

Bahnbrechende Untersuchungsmethode beschleunigt Proteinanalyse um ein Vielfaches

Ein internationales Forscherteam hat erstmals mit einem Röntgenlaser die atomgenaue Struktur eines intakten Viruspartikels entschlüsselt. Die verwendete...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>