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Forschungsprojekt: Interaktive Gestaltung akustischer Informationen im Internet

13.03.2001


Mit 550.000 DM fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das Vorhaben MUSITECH an der Forschungsstelle Musik- und Medientechnologie der Universität Osnabrück, bei dem es um die Entwicklung von Werkzeugen für den interaktiven Umgang mit und die Gestaltung von akustischen Informationen im Internet geht. Projektleiter ist der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Bernd Enders.

Forschungsprojekt: Interaktive Gestaltung akustischer Informationen im Internet
550.000 DM der DFG: Wissenschaftler entwickeln Navigationselemente und Kommunikationsmodelle

"Die meisten Projekte zur Informationsverarbeitung im Internet beziehen sich auf die Präsentation, Recherche und Archivierung von Texten und Bildern. Wenn es aber um Klangprozesse oder die Gestaltung akustischer Räume geht, fehlen die technischen Voraussetzungen, obwohl doch im Zeichen von Multimedia die Einbeziehung von Klang, Sprache, Musik und Video für die digitale Bereitstellung von Informationen gleichbedeutend neben Text- und Bildinhalten stehen sollte", sagt Prof. Dr. Bernd Enders. Der Musikwissenschaftler ist Leiter der Forschungsstelle Musik- und Medientechnologie an der Universität Osnabrück, die in einem zweijährigen Forschungsprojekt "Navigationselemente und Kommunikationsmodelle zur interaktiven Handhabung akustischer Informationen in virtuellen Wissensräumen" entwickeln wird. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben MUSITECH mit rund 550.000 DM. Die Arbeiten sind im Januar 2001 angelaufen.

Wie Prof. Enders erläutert, hat es in den vergangenen Jahren zwar "erstaunliche Fortschritte" bei der Formatierung von Audio-Daten gegeben, so zum Beispiel bei der Datenreduzierung für Musikübertragungen in Echtzeit. Nach wie vor fehlen aber Werkzeuge, die es dem Laien erlauben, mit akustischen Informationen im Internet zu arbeiten, etwa eine musikalische Suchanfrage in einer Melodiedatenbank zu starten und entsprechend auszuwerten. Bei ihren Arbeiten kann sich die Forschungsstelle Musik- und Medientechnologie unter anderem auf die Erfahrungen bei der Entwicklung eines komplex ausgebauten Autorensystems zur Programmierung interaktiver Musiklernprogramme für das Computerkolleg Musik stützen. Diese Autorensprache mit der Bezeichnung CAMI-Talk beruht dabei auf natürlichsprachig formulierten Befehlsketten. Sie kann damit auch von Nicht-Informatikern genutzt werden.

Nach Angaben von Prof. Enders ist im Rahmen des Projektes aber nicht allein die Entwicklung der technischen Voraussetzungen zum interaktiven Umgang mit akustischen Informationen geplant. Die Werkzeuge sollen weitergehend eingesetzt werden bei der Gestaltung sogenannter virtueller Lernumgebungen. Ziel ist es, einen computergestützten Kurs "Schwingungslehre, Tonbeziehungen/Tonsysteme" zu realisieren. Prof. Enders: "Während der Entwicklungsphase ist eine kontinuierliche Evaluation der eigenen Projektarbeit vorgesehen, die sich nicht nur an der Frage der technischen Machbarkeit orientieren darf, sondern auch methodisch-didaktische Fragestellungen einbeziehen muß." Neben Prof. Enders sind an dem Forschungsprojekt MUSITECH der Musikpädagoge Dr. Bernd Müßgens, der Leiter der Universitätsbibliothek Osnabrück, Dr. Eilhard Cordes, und der Informatiker Prof. Dr. Oliver Vornberger beteiligt.

Informationen im Internet unter der Adresse http://www.fmt.uni-osnabrueck.de

Kontaktadresse:

... mehr zu:
»DFG »MUSITECH »Medientechnologie

Prof. Dr. Bernd Enders
Universität Osnabrück
Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften

Fachgebiet Musik/Musikwissenschaft
Forschungsstelle Musik- und Medientechnologie
Neuer Graben/Schloß, 49069 Osnabrück
Tel. (0541) 969-4147, -4249, Fax (0541) 969-4775
E-Mail: bernd.enders@uni-osnabrueck.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Marietta Fuhrmann-Koch |

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