Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Pionierin der Organisationssoziologie

31.07.2008
Prof. Dr. Renate Mayntz erhält den Vits-Preis 2008

Prof. Dr. Renate Mayntz, emeritierte Gründungsdirektorin des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung in Köln, wird mit dem "Ernst Hellmut Vits-Preis 2008" der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ausgezeichnet.

Die international bekannte Soziologin erhält den mit 20.000 Euro dotierten Preis am 27. November 2008 im Schloss zu Münster.

Der Förderkreis der Universität Münster würdigt mit der Verleihung des Vits-Preises an Renate Mayntz deren Verdienste um die Gründung der Organisationssoziologie in Deutschland.

Wissenschaftliche Pionierarbeit habe sie auch im Bereich der Verwaltungswissenschaften geleistet. Mayntz zähle zu den profiliertesten deutschen Forschern in der wissenschaftlichen Analyse politischer Steuerung, der Politikfeldanalyse und den modernen Verwaltungswissenschaften. Prof. Dr. Dr. Otmar Schober, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Förderkreises: "Sie hat die Grundlagen geschaffen, auf denen die heutige Forschung aufbaut".

Renate Mayntz, geboren 1929 in Berlin, wurde nach dem Studium und einem ersten Auslandsaufenthalt in den USA 1953 an der FU Berlin promoviert. Der Tätigkeit am UNESCO-Institut für Sozialwissenschaften in Köln folgt 1957 die Habilitation in Berlin.

Von 1965 bis 1971 ist sie Lehrstuhlinhaberin für Soziologie an der FU Berlin, anschließend an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer und der Universität zu Köln.

Von 1985 bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 1997 übernimmt Prof.
Mayntz als Gründungsdirektorin die Leitung des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung in Köln. Für ihre wissenschaftlichen Verdienste ist sie in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder ausgezeichnet und geehrt worden, unter anderem mit Ehrenpromotionen der Universitäten Uppsala und Paris-Nanterre sowie des Europäischen Hochschulinstituts in Florenz. Für ihr "herausragendes wissenschaftliches Lebenswerk" erhielt sie 2006 den Preis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.

Der mit 20.000 Euro dotierte "Ernst Hellmut Vits-Preis" der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wird seit 1970 alle zwei Jahre für einen hervorragenden wissenschaftlichen Beitrag verliehen, "durch den Wege zur geistigen und materiellen Verbesserung des Lebens in der von Wissenschaft und Technik bestimmten Welt gewiesen werden". Er ist benannt nach dem langjährigen Vorsitzenden der Gesellschaft Ernst Hellmut Vits (1903 - 1970). Zu den bisherigen Preisträgen zählen unter anderem der Biochemiker Adolf Butenandt, der Wirtschaftstheoretiker Alfred Müller-Armack, der Zoologe Bernhard Rensch und der Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker.

| Universität Münster
Weitere Informationen:
http://www.uni-muenster.de
http://www.uni-muenster.de/Foerderer/)

Weitere Berichte zu: Verwaltungswissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Virenforschung
13.01.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht International ausgezeichnet! Rittal gewinnt „Cooling Oscar“
20.10.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie