Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsch-Israelisches Wissenschaftsjahr eröffnet

08.04.2008
Neuer Nachwuchspreis mit jährlich 400.000 Euro ins Leben gerufen /
Schwerpunkte im Jahr: Medizin-, Umwelt- und zivile Sicherheitsforschung

Unter dem Motto "Wissenschaft als Diplomatie des Vertrauens" haben Bundesforschungsministerin Annette Schavan und der israelische Wissenschaftsminister Galeb Majadle am Dienstag das Deutsch-Israelische Jahr der Wissenschaft und Technologie 2008 eröffnet.

"Die wissenschaftlichen Kontakte zwischen Israel und Deutschland waren vor fast 50 Jahren Wegbereiter unserer diplomatischen Beziehungen. Bis heute sind sie eine tragende Säule unserer Verbindung. Mit dem Wissenschaftsjahr wollen wir wichtige Impulse geben, um die bestehende Zusammenarbeit zu intensivieren und die Grundlage für weitere vertrauensvolle Kooperationen zu legen", sagte Schavan bei der Auftaktveranstaltung in Berlin.

Ihr israelischer Amtskollege Minister Majadle sagte: "Das Jahr der Wissenschaft ist Ausdruck einer jahrzehntelangen Tradition deutsch-israelischer Zusammenarbeit auf zahlreichen Gebieten. Diese Kooperation hat Forschungsergebnisse von hoher wissenschaftlicher Bedeutung hervorgebracht. Sie vertieft und erweitert die Beziehungen beider Länder auf wissenschaftlicher Ebene zu beiderseitigem Nutzen."

Neue Impulse sollen im deutsch-israelischen Wissenschaftsjahr von anwendungsorientierten Forschungskooperationen ausgehen - lag der Fokus doch bislang auf der Zusammenarbeit deutscher und israelischer Wissenschaftseinrichtungen. Inhaltliche Schwerpunkte des Jahres sind die Medizinwissenschaften, die Umweltforschung und die zivile Sicherheitsforschung.

"Anlässlich des Wissenschaftsjahres haben wir den Forschungsbereich zivile Sicherheit neu in die Kooperation aufgenommen", sagte Schavan. "Wir arbeiten hier an gemeinsamen Maßnahmen im Rahmen des deutschen Sicherheitsforschungsprogramms und streben erste Pilotprojekte noch in diesem Jahr an." Geplant sind Projekte im Bereich der Trinkwasserüberwachung und der Detektion von chemischen, biologischen und explosiven Gefahrstoffen, sowie der Schutzsysteme von Rettungskräften.

Das besondere Augenmerk des Wissenschaftsjahres liegt auf der Zusammenarbeit von Nachwuchswissenschaftlern beider Länder, um die sehr guten Forschungsbeziehungen zwischen Deutschland und Israel auch in der nächsten Generation fortsetzen zu können. Das BMBF wird im November erstmals einen Förderpreis für zwei leistungsstarke deutsch-israelische Teams von Nachwuchswissenschaftlern in den Geistes- und Sozialwissenschaften verleihen.

Dieser Preis ist mit 400.000 Euro im Jahr dotiert. Ab 2008 wird er jährlich alternierend in den Geistes- und Sozialwissenschaften und den Natur- und Lebenswissenschaften ausgeschrieben. "Wir richten damit den Blick auf die nächste Generation junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die die Erfolgsgeschichte deutsch-israelischer Wissenschaftsbeziehungen fortsetzen sollen," so Schavan.

Ein weiterer Meilenstein des Wissenschaftsjahres ist ein neues, mit zwei Millionen Euro Stiftungskapital ausgestattetes Minerva-Zentrum für Geistes- und Kulturwissenschaften. Seine Einrichtung in Israel wird anlässlich des Wissenschaftsjahres in die Wege geleitet. Die an israelische Forschungseinrichtungen angegliederten Minerva-Zentren sind auf unterschiedliche Wissenschaftsdisziplinen ausgerichtet und fördern die Zusammenarbeit von deutschen und israelischen Wissenschaftlern durch gemeinsame Projekte, Austauschprogramme, Symposien und Workshops. Trägerin der Zentren ist die Minerva-Stiftung der Max-Planck-Gesellschaft.

Weitere Informationen zum Deutsch-Israelischen Wissenschaftsjahr finden Sie auf der Website des Wissenschaftsjahres www.gist2008.com.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/2268.php
http://www.gist2008.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise