Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Forschungsarbeiten ausgezeichnet

01.04.2008
Dr. Gerhard Schratt und Professor Albert Sickmann erhalten den Analytica Forschungspreis

"Früh übt sich, wer ein Meister werden will" besagt ein altes Sprichwort. Dass diese Worte nach wie vor gelten beweisen die beiden deutschen Nachwuchswissenschaftler Dr. Gerhard Schratt (35) und Prof. Albert Sickmann (34). Sie erhalten den Analytica Forschungspreis 2008 in Höhe von 50.000 Euro. Die beiden Forscher teilen sich die Auszeichnung. Geehrt werden sie für ihre analytischen Arbeiten auf dem Gebiet der Neurobiologie und der funktionellen Proteinforschung.

Erstmalig vergeben heute die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) und Roche den Analytica Forschungspreis. Auf der Weltfachmesse Analytica, verleiht GBM Präsident Prof. Alfred Wittinghofer in München den von Roche gestifteten Preis.

"Der neu ins Leben gerufene Preis ist ein Zeichen der Wertschätzung für die deutsche Forschung und ihre hervorragenden Arbeiten. Er wird ausschließlich an Wissenschaftler verliehen, die hier im Land forschen. Die Industrie braucht diese innovativen Impulse, um mit ihren Produktentwicklungen im globalen Wettbewerb zu bestehen" betont Dr. Gerd Maaß, Leiter Forschung und Entwicklung von Roche Applied Science.

... mehr zu:
»Forschungspreis »Synapse

Dr. Gerhard Schratt promovierte summa cum laude von der Universität Tübingen und betreibt heute Grundlagenforschung am Interdisziplinären Zentrum für Neurowissenschaften der Universität Heidelberg. Der Biochemiker untersucht dort die molekularen Mechanismen, die für die Veränderung von Synapsen, und damit für Lern-und Gedächtnisvorgänge, von Bedeutung sind. Dabei konzentriert er sich auf eine bestimmte Gruppe von miRNAs (mikro Ribonukleinsäuren), die letztendlich die Struktur und Funktion von Synapsen beeinflussen. Daraus könnten sich wiederum neuartige Behandlungsansätze für Erkrankungen des Nervensystems ableiten.

Prof. Albert Sickmann nahm schon im Alter von 17 Jahren hoch erfolgreich an einem naturwissenschaftlichen Forschungswettbewerb auf Landesebene Nordrhein-Westfalen teil. Der Grundstein für seine Forscherkarriere war damit wohl gelegt, denn zehn Jahre später promovierte er mit Auszeichnung von der Ruhr-Universität-Bochum zum Biochemiker. 2002 zum Professor ernannt, leitet er jetzt die Abteilung Protein-Massenspektrometrie am Rudolf-Virchow Zentrum für experimentelle Biomedizin der Universität Würzburg. Das Netzwerk von Proteinmolekülen ist seine Spezialität, denn seine Forschungsergebnissen dienen als Grundlage, Modelle zum besseren Verständnis der vielfältigen zellulären Abläufe zu erstellen. Besonders den Blutplättchen gilt seine ungeteilte Aufmerksamkeit.

Gibt es Störungen in ihren Netzwerkkomponenten, können Herzinfarkt oder hohe Blutverluste entstehen. Seine Vision ist die Modellierung eines "e.Platelet", also eines virtuellen Blutblättchens, das zum besseren Verständnis dieser für die Blutgerinnung verantwortlichen Zellen beitragen würde.

Barbara Jopp-Heins | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.roche.de/biotechnologie

Weitere Berichte zu: Forschungspreis Synapse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten