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Maier-Leibnitz-Preis für Erlanger Physikerin

14.03.2008
Dr. Christine Silberhorn vom Institut für Optik, Information und Photonik der Universität Erlangen-Nürnberg ist mit einem der bedeutendsten deutschen Preise für Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet worden, dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Dies hat der Auswahlausschuss der DFG heute bekannt gegeben. Der Preis ist mit 16.000 Euro dotiert. Dr. Silberhorn wird den Preis im Rahmen einer öffentlichen Feier am 2. Juni in Berlin gemeinsam mit fünf weiteren Preisträgern entgegennehmen. Prorektor Prof. Dr. Hans-Peter Steinrück sprach - in Vertretung des Rektors, der im Ausland weilt - der Preisträgerin seine Glückwünsche aus.

Die Preisträgerin
"Äußerst breit angelegte Interessen und Themen sowie vielfältige internationale Erfahrungen zeichnen die bisherige Forschungsarbeit von Christine Silberhorn aus, die auf dem Gebiet der experimentellen Quantenoptik innerhalb weniger Jahre hohes Renommee errungen hat", heißt es in der Begründung der Jury.

Dr. Silberhorn hat innovative Ideen für ihre Forschung, sie liebt den wissenschaftlichen Diskurs. Bei ihren Lehraufträgen an der Universität Erlangen-Nürnberg ist sie eine begeisterte und begeisternde Dozentin und verfolgt ehrgeizig ihre Ziele. Im Alter von 32 Jahren hat Dr. Silberhorn als Wissenschaftlerin bereits viel erreicht. Im Jahr 2006 wurde sie in die Jungen Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen. Im Frühjahr 2008 erhielt Christine Silberhorn den Hertha-Sponer Preis für herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Mit ihrer Forschungsgruppe hat sie bereits ein eigenes wissenschaftliches Profil entwickelt, was durch eine ganze Reihe von Publikationen belegt wird. Sie ist mit ihrer Arbeit international deutlich sichtbar geworden und wurde schon mehrfach von den Veranstaltern großer internationaler Tagungen zu Vorträgen eingeladen.

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Christine Silberhorn, geboren 1974, studierte bis 1998 Physik und Mathematik an der Universität Erlangen-Nürnberg, wo sie anschließend am Lehrstuhl für Optik promovierte. Ihre Doktorarbeit wurde im Jahr 2003 als beste Dissertation der Universität in ihrem Fachgebiet mit dem Ohm-Preis prämiert. Im gleichen Jahr ging die junge Wissenschaftlerin an die Universität Oxford. Von 2003 bis 2004 wurde sie als Junior Research Fellow am Oxforder Wolfson College aufgenommen. Im Jahr 2005 kehrte Christine Silberhorn an die Universität Erlangen-Nürnberg zurück. Hier leitet sie eine selbstständige Max-Planck-Nachwuchsgruppe am Institut für Optik, Information und Photonik mit inzwischen drei Diplomanden und fünf Doktoranden.

In ihrer Forschungsgruppe untersucht Christine Silberhorn mit ihren Mitarbeitern spezielle Eigenschaften von Licht und deren Anwendung in der Quantenkommunikation - der Übertragung von Information durch Verschicken von einzelnen Lichtteilchen durch die Luft oder Glasfasern. Ihr besonderes Augenmerk liegt dabei derzeit auf der Erzeugung nicht-klassischen Lichts mit Hilfe spezieller Wellenleiterstrukturen und deren Anwendung in linearen, optischen Quantennetzwerken sowie der Charakterisierung von Quantenzuständen mit Hilfe von Photonenzahlstatistiken.

Der Preis
Die DFG vergibt den Heinz Maier-Leibnitz-Preis an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Anerkennung für herausragende Leistungen. Er soll die Preisträgerinnen und -träger darin unterstützen, ihre wissenschaftliche Laufbahn weiterzuverfolgen.
Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Sabine König
Tel.: 09131/6877500
koenig@optik.uni-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de/

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