Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Arbeiten zur Strahlungssteuerung und zur Simulation von Hydrolagern ausgezeichnet

12.07.2010
Natalie Muller, Absolventin des Studiengangs Medizintechnik und Sebastian Schmid, Absolvent des Studiengangs Fahrzeugtechnik sind die Träger des diesjährigen Innovationspreises, den das Förderforum der Hochschule Ulm e.V. auf seiner alljährlichen Mitgliederversammlung vergibt. Gewürdigt werden damit herausragende Arbeiten von Absolventen, deren technisch-wissenschaftliche Erkenntnisse wichtige Impulse für neuartige Entwicklungen liefern.

Natalie Muller erhielt die Auszeichnung für ihre Bachelor-Arbeit, in der sie ein Verfahren zur Steuerung kontinuierlicher Strahlung bei Röntgenaufnahmen unter Gerätebewegung entwickelte. Ausgangspunkt dieser Arbeit war die Strahlungsregelung für gepulste Strahlung der medizinischen Echtzeit-Applikation ANGIOMATIC der Firma Siemens Healthcare. Hierbei handelt es sich um eine fernbedienbare Generatorsteuerung zur Erzeugung von Röntgenstrahlung für die medizinische Bildgebung.

Bisher wurden die Röntgengeräte für räumliche Aufnahmen mit gepulster Strahlung betrieben. Die nächste Generation soll jedoch durch den Betrieb mit kontinuierlicher Strahlung die Bestrahlungszeit für diese Aufnahmen stark verkürzen. So sollen Störungen in der medizinischen Bildgebung durch Bewegung bzw. Atmung während der Bestrahlung vermieden und dadurch eine Alternative zur Computertomographie geboten werden. Wie Ulrich Altstetter als erster Vorsitzender des Förderforums in seiner Laudatio hervorhob, lassen sich die weitreichenden fachübergreifenden Ergebnisse direkt umsetzen und ermöglichen so die Realisierung einer optimierten Strahlungsregelung.

Sebastian Schmid entwickelte in seiner Diplom-Arbeit das Simulationsmodell eines hydraulisch gedämpften Aggregatlagers, ein so genanntes Hydrolager. Neben den linearen Zusammenhängen berücksichtigte er auch die nichtlinearen Eigenschaften der Elastomere und die Volumennachgiebigkeit der Flüssigkeit. Die Genauigkeit und der Gültigkeitsbereich des Modells werden entscheidend von der Identifikation der Modellparameter, die das reale Verhalten beschreiben sollen, beeinflusst. Der Preisträger wies nach, dass Hydrolager mit hinreichender Genauigkeit, unter Berücksichtigung der nichtlinearen Eigenschaften, modelliert werden können. Sein auf der Basis eines Parametrierungsverfahrens entwickeltes Modell ist höchst präzise und leicht zu verstehen, wie Ulrich Altstetter in seiner Laudatio betonte. Die vorliegende Lösung bilde eine hervorragende Grundlage in der Beschreibung von Hyodrolagern. Sie eigne sich dazu, validierte Modelle in übergeordnete Untersuchungen zu integrieren, um das Gesamtsystem ganzheitlich zu optimieren, so das Urteil der Jury.

Dr. Ingrid Horn | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-ulm.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Virenforschung
13.01.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht International ausgezeichnet! Rittal gewinnt „Cooling Oscar“
20.10.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie