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10 Finalisten nominiert für den Ersten GNSS Living Lab Preis

07.10.2010
Im Rahmen der offiziellen Preisverleihung des European Satellite Navigation Competition werden für die besten GNSS-basierten Produkte und Dienste, die bereits getestet und in einem geeigneten Living Lab eingeführt werden können, drei Preise vergeben, die mit jeweils 10.000 Euro dotiert sind. 10 Finalisten sind in den Kategorien Energie, Gesundheit und Medien nominiert.

Als Teil des European Satellite Navigation Competition wurde beim ersten GNSS Living Lab Preis nach Lösungen gesucht, die Global Navigation Satellite Systems (GNSS) nutzen, um Themen wie Energieeffizienz und Umwelt, Gesundheit, Älterwerden und die Einbeziehung von Älteren in den Alltag, und das Thema Medien zu adressieren. 57 Konzepte aus 22 Ländern wurden eingereicht, aus denen ein internationales Expertengremium nun 10 Lösungen für die Endrunde ausgewählt hat.

In der Kategorie Energie wurden drei Konzepte nominiert die zum Ziel haben, Emissionstransparenz im Straßenverkehr zu schaffen, die letzte Meile in Sachen urbane Mobilität zu bewältigen und die Bürger dazu anzuregen, Hausmüll richtig zu recyceln.

Für die Kategorie Gesundheit wurden zwei ortsbezogene Überwachungslösungen für Herzpatienten, bzw. für Vor- und nachsorgende körperliche Ertüchtigung nominiert, sowie ein Tracking-System, das die Herkunft und die Produkte verifiziert, die in der Landwirtschaft für Anbau und Pflanzenschutz verwendet werden.

Vier Einsendungen, die Themen wie Freizeit und Tourismus so wie Fernstudium oder spielerisches Lernen behandeln, haben es in der Kategorie Medien ins Finale geschafft.

Eine detaillierte Übersicht der nominierten Einsendungen finden Sie unten. Der GNSS Living Lab Preis ist Bestandteil des GAINS (Galileo Advanced INnovation Services) Projekts, das im Rahmen des Siebten Forschungsrahmenprogramms (FP7) der Europäischen Union gefördert wird. Living Labs sind nutzerorientierte Innovationsplattformen, die im European Network of Living Labs (ENoLL) zusammengeschlossen sind.

Die drei Gewinner werden, zusammen mit den anderen Gewinnern der Spezialpreise und den regionalen Gewinnern des European Satellite Navigation Competition, am 18. Oktober in der Münchner Residenz bekanntgegeben.

Um sich für die ESNC Preisverleihung am 18. Oktober um 19.00 Uhr in der Allerheiligenhofkirche der Münchner Residenz zu akkreditieren, senden Sie bitte eine Email an Julia Mikkers: mikkers@anwendungszentrum.de

Ansprechpartner für die Presse:
Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen
Ulrike Daniels
Friedrichshafenerstr. 1
82205 Gilching
Germany
Phone: +49 (0) 8105.7727714
Fax: +49 (0) 8105.7727755
Email: daniels@anwendungszentrum.de
www.anwendungszentrum.de
www.galileo-masters.eu
ENERGY:
Stef und Selene Koman, Bernard Veltien und Tomas van der Wansem aus den Niederlanden haben eine Möglichkeit entwickelt, um On-Board Diagnostics (OBD, ein universelles Autocomputersystem) und Echtzeitdaten zu nutzen und so ortsbezogene Emissionsprofile von Fahrzeugen auf Mobiltelefonen anzuzeigen, anstatt sich auf die Standardspezifikationen von Verbrauchsetiketten für Autos zu beziehen. Ihre Lösung "OpenCarData" erschließt den OBD-Informationsfluss eines Fahrzeuges, überträgt ihn in Echtzeit an ein Open Source System, und kann so einen jederzeit aktuellen "Gesundheitscheck" eines einzelnen Autos oder einer ganzen Flotte durchführen.

George Gallais von VULog und Brigitte Trousse von INRIA haben ein multi-modales Transportkonzept für urbane Mobilität entwickelt, das elektrische Bus Shuttles für die letzte Meile vorsieht, und diese an reguläre Busse und Bahnen anbindet, um so die Nutzung von Privatautos zu verringern. Der erste Service des Projekts "Last Mile Information System mit GNSS (LMIS-GNSS)" soll in Sophia-Antipolis eingeführt werden, einem Technologiepark an der Cote d'Azur, in den täglich 30.000 Pendler kommen.

Florian Blattmann, Valentin Fisler, Leo Steiner und Keiran Smith von der Mr.Green Recycling-Service GmbH bieten einen Service, mit dem Privathaushalte auf clevere, einfache, umweltfreundliche und nachhaltige Art und Weise recyceln können. Die Kunden müssen nur sämtlichen wiederverwertbaren Müll in einer Tüte sammeln. Mr. Green holt diesen dann ab und sortiert und entsorgt ihn korrekt. Das Studenten-Unternehmen hat in den ersten drei Monaten in Zürich bereits 160 Kunden akquiriert.

GESUNDHEIT:
MONITORS (MONItoring and Traceability Oriented System), entwickelt von Remo Moro und Claudio Camporeale von der Firma SESA SpA mit Sitz in Rom, bietet Unterstützung durch die Nutzung von RFID und GNSS für Bauern und Einrichtungen, die landwirtschaftliche Erzeugnisse überwachen und Behandlungen von Produkten und Feldern steuern. MONITORS soll das Management von Feldarbeiten vereinfachen und zudem Umweltverschmutzung verringern indem Pflanzenschutzmittel korrekter eingesetzt werden.

Cardiac Power Monitoring (CPM) von Volker und Johannes Tank von Kreative Technologie LWU UG in Deutschland ist eine neue Technik, um die Herzleistung eines jeden Menschen zu bestimmen und zu beobachten, der präventives und rehabilitatives Ausdauertraining betreibt. Grundlage ist ein GNSS basiertes Leitsystem, das die Position im Trainingsverlauf höchst präzise bestimmt und mit der Herzfrequenz koppelt. Ferner registriert und vergleicht es eine Vielzahl von Trainingsrunden und -arten über verschiedene Trainingsperioden.

Thys Cronje von diacoustic in Südafrika wurde für ein integriertes Entscheidungsunterstützungssystem für ortsbezogene Überwachung von Herzgeräuschen nominiert. Das patentierte, computergestützte Auskultationssystem erkennt Herzgeräusche, wertet sie aus und bestimmt den Ort des Patienten und/oder den des Gesundheitsdienstleisters. So kann ärztliche Versorgung beobachtet und optimiert werden um kardiovaskuläre Behandlungsformen zu bewerten und um die Muster und Tendenzen von Herzkrankheiten zu beurteilen.

MEDIA:
Dylan Seychell, Alexiei Dingli und Tunde Kallai aus Malta haben ein Konzept für ein digitales Navigations- und Informationssystem für intelligente Städte entwickelt - Digital Information Navigation and Orientation System for Smart Cities (DINOS). Es wird sich um ein intelligentes Informationssystem handeln, das den Status von Besucherschlangen an touristischen Attraktionen automatisch steuert, indem es anzeigt, in welcher Schlange es am schnellsten voran geht, so dass sich der Besucheransturm einfacher auf verschiedene Sehenswürdigkeiten verteilen lässt.

mLearning 4Africa ist eine innovative Plattform, die kostengünstig mobile Lerndienste für afrikanische Schulen, Universitäten und Unternehmen in abgelegenen Gegenden anbietet. Es bietet ein vielfältiges Contentmanagement- und Veröffentlichungssystem für mobiles Lernen, das den Zugang zu qualitativ hochwertigen Lernmaterialien für Menschen in verarmten, abgelegenen Gegenden verbessert. Der Gebrauch von GPS kann die Lernerfahrungen noch weiter verbessern, indem es Studenten in sportliche Aktivitäten und Aktivitäten im Freien einbindet. Das mLearning4Africa Projekt wurde initiiert von Mamadou Diop vom Institut für Entrepreneurship und Management (ISEG) und der Internationalen Universität der Afrikanischen Diaspora (UNIDAF) im Senegal.

QFK - "Quest for Knowledge" ist eine auf Spielen basierende Lernplattform die Lernen durch Spiele in reellen Umgebungen ermöglicht, und so die E-Learning Erfahrung, die in traditionellen virtuellen Klassenräumen angeboten wird, erweitert. Die Lerner (Spieler) nutzen mobile Multimediageräte und ortsbezogene Dienste, um durch die unendlichen Möglichkeiten der Kommunikation, der sozialen Netzwerke und der Schaffung von multimedialen Inhalten zu lernen. Sie nehmen aktiv teil und entdecken, analysieren, interpretieren und lösen Probleme. QFK wurde von Andrej Stern und Klemen Pecnik vom Labor für Telekommunikation (LTFE) an der Universität von Ljubljana, Slowenien, entwickelt.

Das Konzept das neue, tastbare Interaktionen für eine erweiterte Welt (Augmented Reality)anwendet, stammt von Nicolas Esposito von der Technischen Universität Compiègne, Frankreich. Die Idee erweitert bestehende (Bild- und Geräuschbasierte) Augmented Reality Anwendungen (Freizeit, Spiele etc.), fühlbare Sprachen (Emotionen, Benachrichtigungen etc.) und tastbare Erweiterungen für Smartphones die weitergehen, als bloßer Vibrationsalarm.

Ulrike Daniels | Anwendungszentrum GmbH
Weitere Informationen:
http://www.anwendungszentrum.de

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