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Weniger Emissionen bei anaerober Abfallvergärung

18.08.2010
Im Rahmen des BMU-Förderprogramms „Zur Optimierung der energetischen Biomassenutzung“ beschäftigt sich das Deutsche BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) in Zusammenarbeit mit der Gewitra mbH, Bonn mit der detaillierten Analyse von Quellen klimarelevanter Emissionen, die bei der anaeroben Vergärung von Abfällen entstehen.

Im Zuge des Forschungsvorhabens „Analyse von Emissionen klimarelevanter Gase durch Biogasanlagen im Hinblick auf die ökologische Bewertung der Biogasgewinnung aus Abfällen“ werden seit Anfang 2010 umfassende Messungen von Emissionen an einer repräsentativen Anzahl von insgesamt sechzehn Biogasanlagen vorgenommen.

Durch die Ergebnisse aus den neuesten Messkampagnen werden die bisher in stichprobenartigen Untersuchungen (Umweltbundesamt – Vorhaben zur Ermittlung der Emissionssituation bei der Verwertung von Bioabfällen) erhobenen Daten über Emissionen bei der Biogasgewinnung und -nutzung in der Abfallbehandlung überprüft und deutlich präzisiert.

„Erst einmal suchen wir maßgebende Emissionsquellen, quantifizieren sie und machen deutlich, wo Minderungspotentiale liegen“, erläutert Projektkoordinator Dr.-Ing. Jan Liebetrau (DBFZ) die Ziele des Forschungsvorhabens. Angestrebt wird ein emissionsbezogener Vergleich der anaeroben Vergärung von Abfällen mit anderen Behandlungs-, Energiebereitstellungs- und Düngemittelherstellungsverfahren. „In ersten Messungen haben wir bereits einzelne Emissionsquellen identifiziert, deren Ausstoß ohne großen Aufwand gemindert werden kann.

Die offene Lagerung des Presswassers verursachte bei einer Anlage ca. die Hälfte der gemessenen Methanemissionen.“ Eine gasdichte Abdeckung des Lagers vermeidet diese Emissionen und führt sogar zu einem Mehrertrag an Biogas führt der Wissenschaftler aus.

Bei den untersuchten Emissionen handelt es sich um die klimarelevanten Gase Methan, Lachgas und Ammoniak. Zusätzlich werden Emissionen berücksichtigt, die aus der Ausbringung der Gärreste resultieren. Mit Hilfe der Untersuchungsergebnisse aus dem Forschungsvorhaben werden Praxisanlagen ihre Prozesse hinsichtlich des Emissionsausstoßes und ihrer Effizienz weiter optimieren können. Vor allem im Hinblick auf die zunehmende Umrüstung von Kompostierungsanlagen zu Kombinationsanlagen spielt die ökologische Bewertung der Technologie eine entscheidende Rolle.

Die ausgedehnte und umfangreiche Untersuchung von Anlagen und die Evaluierung des Standes der Technik wurden durch die enge Kooperation und Vernetzung von Forschungsvorhaben im BMU-Förderprogramm und mit dem Umweltbundesamt ermöglicht.

Das Förderprogramm:
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative das Programm „Förderung von Forschung und Entwicklung zur klimaeffizienten Optimierung der energetischen Biomassenutzung“ aufgelegt. Innerhalb des Programms wird dem Thema Biogasgewinnung aus Abfällen und Reststoffen große Beachtung geschenkt.
Kontakt:
Deutsches BiomasseForschungsZentrum (DBFZ)
Angela Gröber (Öffentlichkeitsarbeit Förderprogramm Energetische Biomassenutzung)
Telefon: +49 (0) 341-2434-457
E-Mail: angela.groeber@dbfz.de

Antje Sauerland | idw
Weitere Informationen:
http://www.energetische-biomassenutzung.de

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