Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unterwasser-Ballons speichern Windenergie

23.04.2012
Stromerzeugung bei Bedarf per Druckluft

Am Meeresboden verankerte Ballons könnten genutzt werden, um überschüssige Energie von Offshore-Windfarmen für späteren Bedarf zu speichern. Dies geht aus Forschungsarbeiten von Wissenschaftlern der University of Nottingham http://nottingham.ac.uk hervor. An windarmen Tagen könnten die Druckluft-Depots nach Bedarf angezapft werden, um die Turbinen in Bewegung zu setzen.


Laborversuch: Ballons speichern Energie als Druckluft (Foto: nottingham.ac.uk)

Forscher nutzen Wasserdruck

Bei dem Verfahren würden die Forscher den Energieverlust und die durch die Speicherung verursachten Kosten relativ gering halten. Der größte Verbrauchsposten des Prozesses stellt das Aufblasen der Ballons dar, wozu ein Teil der überschüssigen Energie verbraucht werden muss.

Um die komprimierte Luft sicher in ihren Behältnissen zu verwahren, wäre es dank des Wasserdrucks in Tiefen von rund 600 Meter nicht erforderlich, dickwändige Behältnisse zu errichten. Die Ballons selbst sind aus einem hochperformanten Kunstgewebe, das in der Luftfahrttechnologie verwendet und vom Unternehmen Thin Red Line http://thin-red-line.com hergestellt wird. Sie werden von Ballast-gefüllten Stahlkonstruktionen in der Tiefe gehalten.

70 Megawatt pro Ballon möglich

Das Speicherpotenzial ist dabei durchaus beachtlich. Laut Projektleiter Seamus Garvey könnte ein Ballon Druckluft mit einer Wertigkeit von 70 Megawattstunden aufnehmen, was dem Betrieb einer Großturbine über 14 Stunden entspricht. Nach ersten Labortests laufen nun Versuche vor den schottischen Orkney-Inseln, um die Idee unter Realbedingungen auf ihre Praxistauglichkeit zu prüfen, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.

An ähnlichen Ideen forscht man auch in den USA und Kanada. Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology http://mit.edu haben vergangenes Jahr ein Konzept präsentiert, das auf hohle Betonkugeln als Behältnisse setzt. Das in Toronto ansässige Unternehmen Hydrostor http://hydrostor.ca setzt, ähnlich wie die britischen Tüftler, auf die Konservierung von Energie in Form von Druckluft.

Georg Pichler | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://nottingham.ac.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wie Protonen durch eine Brennstoffzelle wandern
22.06.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Omicron Diodenlaser mit höherer Ausgangsleistung und erweiterter Garantie
20.06.2017 | Omicron - Laserage Laserprodukte GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften