Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens nimmt Mitarbeiter-Testflotte mit Elektroautos in Betrieb

24.11.2010
Stadtwerke Erlangen liefern grünen Strom für die Fahrzeuge

Die Siemens AG hat mit dem Aufbau ihrer eigenen Elektroautoflotte an den Standorten München und Erlangen begonnen. Wolfgang Dehen, CEO des Sektors Energy und Mitglied des Vorstands der Siemens AG, übergab die ersten 20 Fahrzeuge am Mittwoch in Erlangen im Rahmen der Übergabefeier an die Mitarbeiter, welche die Fahrzeuge im Rahmen des Flottenversuchs fahren werden.

Die Unternehmensflotte soll sukzessive auf 100 Fahrzeuge ausgeweitet werden. „Diese Testflotte hilft uns, sowohl intelligente Ladesäulen als auch in Zukunft die Antriebstechnik weiterzuentwickeln, und unsere Mitarbeiter sind dabei die Pioniere - ganz im Sinne unserer Firmenphilosophie. Siemens ist seit 1879 mit der ersten elektrischen Eisenbahn Pionier der öffentlichen Elektromobilität, seit 1905 mit der elektrischen Viktoria Pionier der individuellen Elektromobilität.

Siemens ist mit dem breitesten Produkt- und Lösungsportfolio für die Neuzeit der öffentlichen und individuellen Elektromobilität perfekt gerüstet. Unsere Lösungen reichen von der Ladeinfrastruktur über Komponenten im Elektroauto bis hin zur notwendigen Informations- und Kommunikationstechnologie“, sagte Dehen. Für die Fahrzeugflotte werden die Stadtwerke Erlangen grünen Strom liefern und das Projekt bei der Installation und beim Betrieb von öffentlichen Ladesäulen unterstützen. Zudem werden die Stadtwerke die Auswirkungen der Ladevorgänge auf das Stromnetz messen. „Nachhaltige Mobilität und nachhaltige Energieversorgung wachsen in der Elektromobilität zusammen“, sagte Dehen.

„Mit dem heutigen Tag beginnt in Erlangen ein neues Zeitalter durch die Nutzung von Elektrofahrzeugen. Elektroautos könnten in naher Zukunft das Stadtbild von Erlangen mitbestimmen, und da sie keine Abgase und somit auch kein CO2 ausstoßen und zudem extrem leise sind, heiße ich diese Fahrzeuge herzlich willkommen“, sagte der Erlanger Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis.

Sehr schnelles Laden ist für den Markterfolg von Elektroautos ebenso wichtig wie das intelligent gesteuerte Laden mit erneuerbaren Energiequellen. Die derzeit schnellsten Ladesäulen brauchen für das Aufladen eines üblichen Elektroautos ein bis zwei Stunden. Mittelfristig peilt Siemens jedoch einen Schnellladevorgang von höchstens einer Viertelstunde an, so dass eine entleerte Batterie nur noch einen kurzen „Tankstopp“ bedingen würde. „Elektrofahrzeuge und die von Siemens verfügbare Ladeinfrastruktur sind zudem die ideale Ergänzung zum Smart Grid – dem intelligenten Stromnetz“, sagte Dr. Richard Hausmann, CEO des Konzernprojektes „Smart Grid Applications and Electromobility“. Da Pkw üblicherweise nur ein bis zwei Stunden täglich gefahren werden, können Elektrofahrzeuge die restliche Standzeit am Stromnetz hängen und das Laden kann so gesteuert werden, dass dafür vor allem Überschüsse an Sonnen- und Windkraft verwendet werden.

Die ersten Elektroautos der Siemens-Mitarbeiterflotte werden vom Systemintegrator German E-Cars GmbH geliefert und von der Sixt Leasing AG gegen eine Leasingrate komplett betreut. Der grüne Strom auf den Siemens-eigenen Parkplätzen ist für die Mitarbeiter gratis.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird Siemens in dem von der zentralen Siemens-Forschung (Corporate Technology) initiierten Projekt Schnellladesysteme und eigene Elektromotoren im Feldversuch testen. „In Kooperation mit den beteiligten Partnern werden wir neben der Technik bi-direktionalen Ladens auch Geschäftsmodelle auf ihre Alltagstauglichkeit testen – beispielsweise den Handel von grünem Strom durch Stadtwerke für das Laden von Elektroautos“, sagte Prof. Dr. Spiegelberg, der bei Siemens Corporate Technology den Bereich Elektromobilität verantwortet.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2010 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 25,5 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von über 30,1 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug über 3,6 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2010 über 88.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: www.siemens.de/energy

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: E201011017
Media Relations: Torsten Wolf
Telefon: +49 9131 18-82532
E-Mail: torsten.tw.wolf@siemens.com
Siemens AG
Energy Sector - Power Transmission Division
Freyeslebenstr. 1, 91058 Erlangen

Torsten Wolf | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/energy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Hochleitfähige Folien ermöglichen großflächige OLED-Beleuchtung
29.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

nachricht Fraunhofer-Forscher entwickeln Hochdrucksensoren für Extremtemperaturen
28.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Designte Proteine gegen Muskelschwund

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Benzin und Chemikalien aus Pflanzenresten

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hochleitfähige Folien ermöglichen großflächige OLED-Beleuchtung

29.06.2017 | Energie und Elektrotechnik