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OLED-Licht für den Alltag

06.08.2012
Gestartetes BMBF-Verbundprojekt "Kobalt" will die letzten technischen Herausforderungen lösen, um organische Leuchtdioden in die Allgemeinbeleuchtung zu überführen.

BMBF-Verbundprojekt Kobalt / VDI Technologiezentrum GmbH


Dynamische Wand aus OLED-Lichtelementen © Philips GmbH

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekt „Kobalt“ ist Anfang August 2012 gestartet und soll in den kommenden drei Jahren entscheidende Antworten auf die derzeit wichtigsten Fragen bei der anstehenden Einführung der modernen OLED-Technologie in die Allgemeinbeleuchtung geben.

Zum einen ist dazu die Lebensdauer weißer OLED-Systeme signifikant zu erhöhen, was innerhalb des Projektes durch die weitere Verbesserung der verwendeten OLED-Materialien und ein umfassendes, physikalisches Verständnis der zentralen Alterungsmechanismen einer OLED gelingen soll.

Zweites zentrales Projektziel ist die Erforschung innovativer Prozesstechnologien zur deutlichen Reduktion der Fertigungskosten. Derzeit liegen die Herstellungskosten von OLED-Leuchtelementen noch weit über denen herkömmlicher Leuchtmittel. So finden OLED-Bauteile heute – wenn überhaupt – nur in sehr hochpreisigen Nischenanwendungen Verwendung. Mit der Erforschung alternativer, kostengünstiger Funktionsmaterialien und grundlegend neuer, innovativer Prozesstechniken wollen die in Kobalt beteiligten Unternehmen den Nachweis erbringen, dass die Fertigungskosten moderner OLED-Bauelemente drastisch gesenkt werden können.

Gelingt dies, so sind die Grundlagen für eine breite Nutzung der OLED-Technologie in der Allgemeinbeleuchtung in Deutschland erfolgreich gelegt. Damit bleibt der High-Tech-Standort Deutschland auch im 21. Jahrhundert beim Thema Licht Weltspitze!

OLED-Hintergrund

Seit Jahren wird in den deutschen Laboren fieberhaft an der nächsten Beleuchtungsgeneration geforscht: den Organische Leuchtdioden – oder kurz OLEDs genannt. Die dünnen Leuchtflächen weisen einige Vorteile gegenüber der konventionellen Beleuchtung auf: Sie sind besonders energiesparend, denn im Vergleich zur Glühbirne benötigen sie nur ein Fünftel der elektrischen Leistung. Die große Besonderheit stellen jedoch ihre physikalischen Eigenschaften dar: OLEDs sind superflach, leicht und potenziell flexibel. Sie bringen große Flächen gleichmäßig zum Leuchten und spenden ein angenehm warmes Licht.

Für die kommenden Jahre sagen Beleuchtungsexperten einen stark steigenden Anteil der organischen Leuchtdioden am Beleuchtungsmarkt voraus. Bereits heute ist Deutschland einer der weltweit führenden Standorte im Bereich der Beleuchtungstechnik. Von der chemischen Industrie, die die organischen Materialien für den OLED-Aufbau zur Verfügung stellen, bis zum Maschinenbau und zu den Herstellern von Beleuchtungslösungen sind alle Teile der Wertschöpfungskette in Deutschland gleichermaßen stark abgedeckt.

Diese Stellung gilt es zu verteidigen und weiter auszubauen, um so die Zukunftstechnologie OLED in Deutschland nachhaltig zu etablieren und qualifizierte Arbeitsplätze langfristig zu sichern und zahlreiche neue zu schaffen. Bis zu einer breiten Markteinführung müssen jedoch noch einige Herausforderungen angegangen werden. Einen wesentlichen Beitrag dazu soll das BMBF-Verbundprojekt „Kobalt“ leisten.

Das Verbundprojekt Kobalt ist am 01. August 2012 im Rahmen der BMBF-Initiative „Organische Elektronik, insbesondere Organische Leuchtdioden und Organische Photovoltaik“ gestartet und läuft bis zum 31. Juli 2015. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das Projekt mit knapp 17,4 Millionen Euro. Mit der Projektträgerschaft hat das BMBF die VDI Technologiezentrum GmbH beauftragt.

Partner im BMBF-Verbundprojekt Kobalt
• Philips GmbH, Aachen
• BASF SE, Ludwigshafen
• Aixtron AG, Herzogenrath

Daniela Metz | VDI
Weitere Informationen:
http://www.photonikforschung.de/

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