Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

OLED-Flächenlicht für die Allgemeinbeleuchtung

07.01.2010
Erstmals ist eine neue Beleuchtungsquelle aus Kunststoff kommerziell verfügbar: Osram Opto Semiconductors hat ein OLED-Flächenlicht für professionelle Beleuchtung auf den Markt gebracht.

Das hauchdünne OLED-Panel liefert warmweißes Licht, dessen Farbwert der Lichtfarbe einer Glühlampe entspricht, braucht aber nur halb so viel Energie wie diese. OLED (Organic Light Emitting Diodes) bestehen aus dünnen organischen Schichten. Diese leuchten, wenn elektrischer Strom durch sie fließt.


Die extrem dünnen und superleichten Flächenstrahler eröffnen bisher unbekannte Möglichkeiten der Beleuchtung, wie zum Beispiel leuchtende Raumteiler oder völlig neuartiges Leuchtendesign.

Das runde OLED-Panel Orbeos der Siemens-Tochter Osram, das in Zusammenarbeit mit Siemens Corporate Technology entwickelt wurde, hat einen Durchmesser von acht Zentimetern, ist 2,1 Millimeter dünn und wiegt nur 24 Gramm. Es leuchtet mit typischen 1000 Candela pro Quadratmeter. Seine Effizienz übertrifft mit 25 Lumen pro Watt bereits die von modernen Halogenlampen. Die Lebensdauer von Orbeos liegt bei rund 5000 Stunden und ist damit etwa fünfmal höher als die von Glühbirnen.

Das OLED-Flächenlicht ist für Anwendungen in Premiumsegmenten wie zum Beispiel Designlampen, in der Architektur oder in Hotels und Ladengeschäfte gedacht. Der Preis für diese völlig neuartige Lichtquelle liegt derzeit bei 250 Euro pro Panel. Damit OLED auch den Massenmarkt erobern können, müssen die Hersteller deren Lebensdauer weiter verbessern und Prozesse für eine kostengünstige Massenproduktion entwickeln.

OLED sind aus vielerlei Gründen attraktiv: Sie sind effizient, man kann mit ihnen hauchdünne, sehr leichte Leuchten bauen kann, sie liefern blendfreies Licht und als Flächenstrahler benötigen sie – anders als LED – keine zusätzlichen Wärmesenken. Weil ihre aktiven Schichten weniger als einen halben Mikrometer dünn sind, kann man mit OLED auch biegsame Leuchtflächen herstellen, wenn es gelingt, das heute verwendete Glassubstrat durch flexible Substrate zu ersetzen. Außerdem wird an transparenten OLED gearbeitet, so dass künftig zum Beispiel Fenster gleichzeitig als Leuchten fungieren können. Derzeit findet man OLED hauptsächlich als Displays in elektronischen Geräten. Das Panel von Osram ist nun die erste kommerzielle OLED-Lichtquelle für hochwertige Allgemeinbeleuchtung.

Osram gehört zu Siemens Industry und hat die technischen Grundlagen des OLED-Panels in dem Projekt „Organische Phosphoreszenzleuchten für Anwendungen im Lichtmarkt“ (OPAL) entwickelt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. (IN 2010.01.1)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Gut sortiert: Schüttgutanlagen werden klüger
30.03.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften
29.03.2017 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE