Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Wellenkraftgenerator sorgt für Aufsehen

06.05.2009
Hersteller rechnet bis 2014 mit Marktreife

Anaconda, eine neuartige Konstruktion des britischen Unternehmens Checkmate Sea Energy, eröffnet neue Chancen für eine effiziente und kostengünstige Nutzung von Wellenkraft. Vielversprechende Machbarkeitsstudien mit einem neun Meter langen Prototyp stehen kurz vor dem Abschluss.

Eine aus synthetischem Gummi gefertigte, schlangenförmige Konstruktion kann Wellenbewegungen dynamisch aufnehmen. Die so kanalisierten Wasserbewegungen sollen Turbinen am Ende des schwebenden Gummigefüges antreiben. Materialverschleiß bzw. hohe Instandhaltungskosten mechanischer Konstruktionen könnten damit vermieden werden.

"Wie bieten eine Technologie, die zur Gänze unter Wasser installiert werden kann. Die enormen Energiepotenziale vor unseren Küsten werden auf unaufdringliche Weise nutzbar", sagt Paul Auston, Vorstandsvorsitzender von Checkmate Sea Energy. Bei Marktreife würde diese Konstruktion eine Länge von bis zu 200 Meter sowie eine Leistungskapazität von rund einem Megawatt erreichen. Wellenkraftanlagen könnten bis zu 50 Anacondas umfassen. "Die Robustheit der Konstruktion sowie die vergleichsweise einfache und billige Herstellung überzeugt. In Anbetracht der äußerst hohen Materialbeanspruchung im offenen Meer könnte dies ein wichtiger Schritt hin zur Marktreife sein", meint Stephen Watt von Carbon Trust http://www.carbontrust.co.uk . Zudem würden die Kosten für aus dem Meer gewonnenen Strom durch effiziente Wellenkraftgeneratoren beinahe auf das Preisniveau von herkömmlich erzeugter Elektrizität gesenkt werden.

Auch die Weiterentwicklung mechanischer Konstruktionen nährt die Hoffnung, dass Wellenkraftunternehmen bald einen ähnlichen Aufschwung erleben wie ihre Pendants im Marktsegment Windenergie. "Wir werden bis 2014 eine marktfähige Technologie mit Leistungskapazitäten zwischen zehn und 100 Megawatt entwickelt haben", gibt sich CEO Martin McAdam von Aquamarine Power Ltd. http://www.aquamarinepower.com optimistisch. Aquamarines Prototyp zeichne sich dadurch aus, dass unter Wasser kaum bewegliche Teile montiert sind. Von Wellen angetriebene Zylinder sollen Wasser unter hohem Druck zu hydroelektrischen Generatoren am Festland pumpen. Mechanische Konstruktionen von Unternehmen wie Pelamis oder SeaGen scheiterten bislang jedoch am zentralen Problem des Materialverschleißes.

Laut Untersuchungen von Carbon Trust könnte durch die Nutzung von Meeresenergie bis zu 20 Prozent von Großbritanniens Energiebedarf abgedeckt werden, berichtet Reuters. Weltweit sei sogar ein Leistungspotenzial von einem Terawatt gegeben. Dies entspricht in etwa der Leistung von rund 1.000 Atomkraftwerken und würde 50 Prozent des globalen Energiebedarfs decken, sagt Eco-Investmentspezialistin Jean Ryan in einem Fachbeitrag auf dem Portal efundresearch http://efundresearch.com.

"Deutschland weist im Segment Meeresenergie jedoch nur geringe Nutzungspotentiale auf. Gezeiten-, Wellen- oder Strömungskraftwerke können aufgrund eines geringen Tidenhubs, dem Fehlen geeigneter Buchten und relativ schwachen Meeresströmungen vor den norddeutschen Küsten nicht effizient betrieben werden", sagt Jörg Mühlenhoff, Referent für Energiewirtschaft von der Agentur für erneuerbare Energien http://www.unendlich-viel-energie.de , gegenüber pressetext. Deutsches Know-how stecke jedoch in zahlreichen Meeresenergieanlagen weltweit.

Nikolaus Summer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.checkmateuk.com/seaenergy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Seilzugsensor MH60 – erfolgreicher Einsatz in rauer Umgebung
20.04.2018 | WayCon Positionsmesstechnik GmbH

nachricht Treiber für Digitalisierung von Industrieanlagen: ABB, HPE und Rittal stellen Secure Edge Data Center vor
20.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics