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Energietransparenz senkt Verbrauch

22.04.2010
Fraunhofer FIT realisiert im Auftrag der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ein Energie-Monitoring System am Campus Rheinbach. Großbildschirme sollen Mitarbeitern und Studenten der Hochschule den aktuellen Stromverbrauch aufzeigen, damit das Energiebewusstsein steigern und so zum Stromsparen motivieren. Eine detaillierte Verbrauchserfassung ermöglicht auch Vergleiche etwa von Abteilungen oder Etagen und soll so den Sparehrgeiz wecken.

Das ambitionierte Projekt der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg wird im Rahmen des Konjunkturpakets II "Energetische Maßnahmen" vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW gefördert. Zum offiziellen Projektstart am 16. April 2010 besuchte Staatssekretär Dr. Michael Stückradt die Hochschule.

Prof. Wolfgang Prinz vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT, das mit der Konzeption und Durchführung des Projekts betraut wurde, stellte ihm die Projektpläne vor. Die wissenschaftliche Begleitung auf Seite der Hochschule erfolgt durch Professor Alejandro Valenzuela und Gerd Heinen, Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus.

Kernidee des Projekts ist es, durch eine möglichst detaillierte Verbrauchserfassung und eine hohe Verbrauchstransparenz durch eine zeitnahe öffentliche Visualisierung des Stromverbrauchs zum Energiesparen zu motivieren. Studien sprechen von einem Einsparpotenzial bis zu 25 Prozent durch solche Maßnahmen.

Dafür werden am Campus flächendeckend Stromzähler angebracht, um die nötigen Verbrauchsdaten zu sammeln. Großbildschirme - so genannte Energie-Monitore - an strategischen Orten auf dem Campus zeigen dann den Mitarbeitern und Studenten wie viel Strom sie aktuell verbrauchen. Darüber hinaus präsentieren die Monitore Vergleichswerte mit der Vergangenheit oder den prognostizierten zukünftigen Verbrauch. Gleichzeitig sollen die Energie-Monitore auch aktuelle Nachrichten aus dem Hochschulumfeld transportieren.

"Die Hochschule ist teilweise bereits mit vernetzbaren Stromzählern ausgestattet. Zusätzlich werden wir zentrale Hauptleitungen mit Induktionsmessringen versehen, um etwa den Verbrauch von Etagen oder bestimmten Laboren separat erfassen zu können", so Projektleiter Prinz. Daneben sollen auch zahlreiche mobile netzfähige Messstecker zum Einsatz kommen, mit denen sehr gezielt Verbräuche gemessen werden können. Diese werden auch dem Personal und den Studenten der Hochschule zur Verfügung stehen, damit sie eigene Mess- und Sparprojekte durchführen können.

In der jetzt angelaufenen ersten Projektphase ermittelt Fraunhofer FIT in enger Kooperation mit der Hochschule die optimalen Messpunkte und prüft mögliche Visualisierungskonzepte. Ab Herbst 2010 sollen die Energie-Monitore im Hochschulegebäude in Aktion sein.

Kontakt:

Alex Deeg
pr@fit.fraunhofer.de
Telefon: +49 2241 14-2208

Alex Deeg | idw
Weitere Informationen:
http://www.fit.fraunhofer.de/smartmetering_de.html

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