Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einweihung des Laborprüfstandes Netzkupplungsumrichter für die Bahnstromversorgung

23.06.2010
Elektrische Bahnen sind leistungsfähig, energieeffizient und umweltfreundlich. Mittels elektrischer Energie ermöglichen sie den attraktiven Hochgeschwindigkeitsverkehr zu Land mit Reisegeschwindigkeiten bis 300 km/h. In den modernen Großstädten sind sie als zuverlässige, umweltfreundliche städtische Nahverkehrssysteme mit Kapazitäten von mehreren 10.000 Personen pro Stunde und Richtung unverzichtbar. Im Güterverkehr gibt es keine effizientere Variante für den Langstreckentransport.

Zur hohen Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz elektrischer Bahnen tragen maßgeblich auch hocheffiziente elektrische Energieversorgungssysteme bei. Diese zeichnen sich durch zunehmenden Einsatz von Leistungselektronik bei der Energiewandlung und -verteilung aus. Kennzeichen dieser Zukunftstechnik sind hohe Zuverlässigkeit, schnelle Regelbarkeit und hohe energetische Wirkungsgrade.

Auch im Bereich der Bahnstromversorgung tritt die Erzeugung von elektrischer Bahnenergie mittels rotierender Spezialmaschinen zunehmend in den Hintergrund. Diesem Trend soll zukünftig auch in Lehre und Forschung an der Professur Elektrische Bahnen der TU Dresden Rechnung getragen werden. In Eigeninitiative der Professur wurde deshalb eine neue Laborausrüstung zur Bahnstromerzeugung mittels leistungselektronischer Umrichter konzipiert und mit Hilfe der Firma ENASYS in die Praxis umgesetzt. Dem Labor der Professur Elektrische Bahnen stehen jetzt zwei neue Netzkupplungsumrichter zur Bahnstromerzeugung zur Verfügung, die in verschiedenartigen Konfigurationen und Lastflussrichtungen betrieben werden können. Damit ist eine weitreichende labortechnische Nachbildung der energietechnischen Vorgänge im Bahnnetz möglich.

Der Professur Elektrische Bahnen erschließen sich mit dieser Investition aus Berufungsmitteln neue Möglichkeiten sowohl in der zeitgemäßen studentischen Ausbildung als auch in der anwendungsorientierten Forschung zur Elektromobilität der Zukunft. Der mit dem Betrieb derartiger Anlagen verbundene Kompetenzgewinn soll dazu führen, neue externe Forschungspartner an die TU Dresden zu binden.

Die Einweihung der neuen Laborausrüstung findet im Rahmen eines wissenschaftlichen Kolloquiums „Umrichter in der Bahnstromversorgung“ am 01.07.2010 im Potthoff-Bau der TU Dresden statt. Das Vortragsprogramm beinhaltet Beiträge der Geschäftsführung der DB Energie als größtem Bahnstromnetzbetreiber in Deutschland und der Firma Siemens als Entwickler und Hersteller innovativer energietechnischer Großkomponenten für Bahnen. Medienvertreter sind herzlich eingeladen. Ab 15.00 Uhr wird die Professur Elektrische Bahnen die neue Laborausstattung vorstellen, offiziell in Betrieb nehmen und vorführen. Im Labor werden darüber hinaus weitere Versuchsstände wie der E-Lok-Fahrsimulator sowie der moderne U-Bahnantrieb in Betrieb sein.

Das Programm der Veranstaltung ist auf der Internetseite der Professur Elektrische Bahnen www.e-vs.de veröffentlicht.

Elektrische Bahnen - 130 Jahre Elektromobilität auf der Schiene

Informationen für Journalisten:
Prof. Arnd Stephan, Tel. 0351 463-36730, E-Mail: arnd.stephan@tu-dresden.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein
20.09.2017 | Technische Universität Hamburg-Harburg

nachricht Strom im Flug erzeugen
20.09.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik