Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Für die Energiespeicher der Zukunft

12.09.2007
Degussa unterstützt DFG-Forschungsinitiative zu Lithium-Hochleistungsbatterien

Zur Entwicklung künftiger Hochleistungsenergiespeicher will eine Forschungsinitiative beitragen, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) initiiert wurde und von der Essener Degussa GmbH, dem Weltmarktführer auf dem Gebiet der Spezialchemie, unterstützt wird. Sie befasst sich mit der zukunftsweisenden Lithium-Ionen-Technologie und zielt darauf ab, die Funktionsmaterialien und die Materialanalytik von Lithium-Hochleistungsbatterien grundlegend zu erforschen.

Die Verfügbarkeit von Hochleistungsenergiespeichern wird in Zukunft eine immer größere Rolle in der technischen Entwicklung spielen. Dies steht im Zusammenhang mit dem teilweisen oder vollständigen Ersatz fossiler Brennstoffe für mobile Anwendungen, der Reduktion entsprechender CO2-Emissionen und der effizienteren Energienutzung im mobilen Bereich. Speziell im Automobilsektor können durch bestehende Hybridfahrzeugkonzepte mittelfristig erhebliche Kraftstoffeinsparungen erzielt werden. Als Hochleistungsenergiespeicher bieten sich dabei Lithium-Ionen-Batterien an, denen aus technischen und ökonomischen Gründen erheblich bessere Chancen eingeräumt werden als der Standardtechnologie.

Im internationalen und auch im innereuropäischen Vergleich ist die Grundlagenforschung wie auch die angewandte Forschung zu Lithium-Ionen-Batterien in Deutschland in einer klaren Nachholposition. Die Forschungsinitiative soll die wissenschaftlichen und technologischen Lücken schließen.

An der Forschungsinitiative, die von der "Projektgruppe Energieforschung" in der DFG-Geschäftsstelle initiiert wurde und von Professor Dr. Martin Winter, TU Graz, koordiniert wird, beteiligen sich Professoren der Universitäten Münster, Gießen, Bremen und Regensburg, der TU Braunschweig, der TU Darmstadt und der TU Graz sowie des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung, Ulm, und des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden mit verschiedenen Themen und Materialschwerpunkten. Die Degussa ist mit einem eigenen Forschungsprojekt beteiligt. Bei allen Teilprojekten sind Nachwuchswissenschaftler voll mit eingebunden. Ihre Ausbildung und dementsprechende Projektmitwirkung ist ein zentrales Ziel der Initiative.

Ergebnisse der Forschungsinitiative werden neben einem deutlich tieferen Verständnis vor allem auch konkrete neue Batterie-Materialien sein. Die Degussa wird den Hochschulgruppen in diesem Rahmen die Möglichkeit geben, ihre Materialien in realen Batterien zu testen und damit dazu beitragen, dass erfolgversprechende Ansätze schnell umgesetzt werden - ganz im Sinne ihres Science-to-Business-Konzepts. Die DFG fördert die beteiligten Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Rahmen eines sogenannten Paketantrages mit 3,8 Mio. Euro für zunächst drei Jahre.

Die hier beschriebene Initiative bietet eine realistische Chance, das innovative und wirtschaftlich äußert attraktive Marktsegment der batteriegestützten Elektrizitätsspeicherung zu entwickeln - sowohl für stationäre als auch mobile Anwendungen. Um hier international wettbewerbsfähig zu werden, ist die deutsche Industrie auf wissenschaftliche Unterstützung angewiesen, wie sie in diesem DFG-Forschungsschwerpunkt begonnen worden ist.

Ansprechpartner für die Forschungsinitiative ist in der DFG-Geschäftsstelle
Dr.-Ing. Bernd Giernoth, Tel. +49 228 885-2284, Bernd.Giernoth@dfg.de,
und bei der Degussa
Dr. Gerhard Hörpel, Gerhard.Hoerpel@degussa.com

Dr. Eva-Maria Streier | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de
http://www.degussa.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neuro-Robotik ermöglicht Querschnittsgelähmten selbstständig zu essen
07.12.2016 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Höhere Energieeffizienz durch Brennhilfsmittel aus Porenkeramik
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie