Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Solarthermie: Europa sucht gemeinsamen Weg

24.11.2006
Europäische Technologieplattform startet am 6. Dezember

Am 6. Dezember fällt in Brüssel der Startschuss für die Arbeit der Europäischen Solarthermie-Technologieplattform (ESTTP). Bei der Auftaktveranstaltung treffen sich rund 70 Vertreter von Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Politik.

Ziel ist es, innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Vision zur Nutzung der Solarthermie in Europa im Jahr 2030, sowie eine dazu passende Forschungsstrategie zu erarbeiten. "Arbeitsgruppen werden gebildet, in denen sich Experten aus Industrie und Forschung zusammenfinden. Diese werden Teilstrategien zur Erreichung der Solarthermievision in einzelnen Bereichen ausformulieren. Die ausgearbeitete Gesamtstrategie soll letztendlich der EU-Kommission vorgelegt werden, um diese bei der Entwicklung einer Forschungs- und Entwicklungsstrategie für das Politikfeld Erneuerbare Energien zu unterstützen", so Jan Knaack, Projektmanager beim deutschen Bundesverband für Solarwirtschaft, im Gespräch mit pressetext.

Die weiteren Zielsetzungen von ESTTP befassen sich mit der verstärkten Wahrnehmung des Potenzials im Solarthermie-Sektor, der Steigerung der Forschungsaktivitäten in diesem Bereich, sowie mit der Verbreitung und Entwicklung der entsprechenden Technologie. Die Plattform diene außerdem der Koordination der Expertentreffen sowie der Darstellung der Ergebnisse aus den Expertengruppen, erklärt Knaack. Indem der Forschung und Entwicklung der europäischen Solarthermie im Rahmen der ESTTP eine gemeinsame Ausrichtung verliehen wird, die sowohl Forschung, Politik und Industrie miteinbezieht, soll am Markt eine neue Dynamik entwickelt werden. Neben dem Wachstum der Solarwärme verfüge auch die solare Kühlung über großes Marktpotenzial, so die Experten.

... mehr zu:
»Solarthermie

Erstes konkretes Ziel der ESTTP ist es, die Solarthermie als Basistechnologie für die Beheizung von Gebäuden zu etablieren. Die Mehrheit der Neubauten soll bis 2030 allein durch Solarthermie beheizt werden. "Wir arbeiten daran, dass durch die Forschung die Technik vorangebracht wird und die Kosten verringert werden. Im Bereich der Fertigung lassen sich beispielsweise durch neue Automatisierungsverfahren Stückkosten reduzieren", erklärt Knaack gegenüber pressetext. Darüber hinaus sei die spezielle Schulung von Installateuren ein weiterer Faktor, der im Zuge der Verbreitung von Solarthermie beachtet werden müsse.

Neben der Zielsetzung, Struktur und dem Arbeitsprogramm der ESTTP werden am 6. Dezember auch die aktuelle globale Marktsituation der Solarthermie-Branche sowie laufende Forschungsaktivitäten präsentiert. Noch am selben Tag nehmen die ersten Arbeitsgruppen ihre Arbeit auf. Aus Deutschland beobachte man reges Interesse an der Plattform, erläutert Knaack. "Die deutsche Beteiligung ist relativ hoch. Von den derzeit 70 Anmeldungen zum Auftakttreffen kommen rund 20 aus Deutschland." Nach Ablauf der zweijährigen Arbeitsphase werde die Internetseite als eine Art Wissenspeicher weiterbestehen und die Erkenntnisse der Zusammenarbeit wiedergeben, so Knaack. "Parallel zu den Expertengruppen bearbeiten nationale Spiegelgruppen Teilbereiche aus nationalen Perspektiven. Diese werden zumindest in Deutschland auch nach Abschluss der internationalen Zusammenarbeit ihre Arbeit fortsetzen."

Die Idee zur Errichtung der ESTTP wurde erstmals Mitte Juni 2005 bei der zweiten European Solar Thermal Energy Conference aufgebracht. Knapp ein Jahr später, am 30. Mai 2006, fand die Gründungsveranstaltung der ESTTP in Brüssel statt. Mitte Juli traf der leitende Ausschuss, bestehend aus 15 bis 20 Experten aus Forschung, Industrie und Politik, erstmals zusammen.

Victoria Schubert | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.esttp.org
http://www.solarwirtschaft.de

Weitere Berichte zu: Solarthermie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Geräteschutzschalter erfüllt NEC Class 2
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Elektronikgehäuse für Anzeigeeinheiten
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten