Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die EnBW EnyCity: ein Konzept für eine Energiestadt der Zukunft

13.07.2006
Begrenzte Energieressourcen bei immer stärkerer Energienachfrage. Eine Verdopplung des Energiebedarfs allein in China in den nächsten 25 Jahren. Das sind die Fakten, mit denen wir alle konfrontiert sind.
Vor diesem Hintergrund erarbeitete ein 18-köpfiges Expertenteam der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) eine Methodik, energieoptimierte Städte zu planen und Lösungswege aus der Krise aufzuzeigen. Damit leistet die EnBW einen entscheidenden Beitrag zur Initiative „Partner für Innovation“.

Bei dem Konzept handelt es sich um einen weltweit anwendbaren Ansatz – sowohl für die Planung neuer, auf dem Reißbrett entworfener Satellitenstädte als auch für die energietechnische Modernisierung bestehender Stadtteile.

Die Herausforderung

Nach Angaben der Internationalen Energie-Agentur (IAE) wird die Weltbevölkerung von heute sechs Milliarden Menschen bis 2030 auf acht Milliarden Menschen wachsen. Gleichzeitig wird die Urbanisierung fortschreiten. Leben heute weltweit zwischen 40 und 50% der Menschen in Ballungszentren, werden es bis 2030 etwa 60% sein.

Allein in China wird sich laut IEA der Energiebedarf bis 2030 auf etwa 2.500 Mtoe (Megatonnen Öläquivalent) verdoppeln. Experten gehen davon aus, dass der Investitionsbedarf bis dahin bei ungefähr 2.000 Milliarden US-Dollar liegt.

Das bedeutet: Der Energiebedarf wird weltweit um etwa zwei Drittel steigen.

Wie aber kann dieser Bedarf gedeckt werden, ohne die Lebensgrundlagen auf der Erde zu gefährden?

Der Lösungsansatz – das Konzept der EnBW für „EnBW EnyCity“

Das Konzept ist ein komplexes Produkt. Es selektiert, bewertet und kombiniert effizient eine Vielzahl modernster Technologien zur Energieoptimierung städtischer Ballungszentren.

„EnBW EnyCity“ bringt Experten aus unterschiedlichen Branchen, Finanzpartner und politisch Verantwortliche an einen Tisch. Zu den benötigten Kompetenzen zählen: Architektur, Finanzdienstleistungen, Bauphysik, Verkehrsplanung, Anlagenbau und Energieversorgung.

Folgende Lösungsansätze helfen, Energie effizienter zu nutzen und damit zu sparen:

Gebäude gut dämmen und mit verschatteten Fenstern ausstatten
Raumbelüftung mit Wärmerückgewinnung versehen
Optimierte Energienetze und Verkehrsführung einplanen
Hocheffiziente Kraftwerke liefern die Energie zusammen mit dezentralen Wärmepumpen und Brennstoffzellen .
Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und Fernwärme nutzen
Regenerative Energien (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse) je nach lokalen Gegebenheiten einbinden

Eine nach dem Vorbild der "EnBW EnyCity" gebaute Stadt wird 20% weniger Primärenergie benötigen als eine herkömmliche Stadt. Der Ausstoß an CO2 kann um ca. 30% verringert werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

• Energiereserven werden erheblich geschont.
• Für Investoren ergibt sich eine geringere Abhängigkeit von steigenden Energiepreisen.
• Die Bewohner gewinnen an Lebensqualität.

Vorteil, Deutschland!

„EnBW EnyCity“ ist damit auch die Antwort auf Chinas Energieproblem. Gleichzeitig ist das Konzept eine Chance für die deutsche Wirtschaft, ihre Spitzentechnologien, Kompetenzen und Innovationen im Energiebereich weltweit zu vermarkten.

Links:
www.enbw.com/content/de/impulse/forschung_umwelt/energiekonzepte/
enycity/index.jsp

www.enbw.com/content/de/magazin/verstehen/energielexikon/
zukunft_energie/zukunft_energie_interview/index.jsp;jsessionid
=6124D18817404FA8B191E05883BABA72.nbw45

Dorota Zacirka | EnBW AG
Weitere Informationen:
http://www.enbw.com

Weitere Berichte zu: Energiebedarf Energiestadt EnyCity

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Elektromobilität: Forschungen des Fraunhofer LBF ebnen den Weg in die Alltagstauglichkeit
27.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE