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Anwendung von Drag Reducing Agents in Öl-Pipelines

26.07.2005


Spanische Forscher haben zwei Modelle entwickelt, die die Anwendung von Drag Reducing Agents in Pipelines erleichtern und damit dazu beitragen, die Kosten für Öltransporte zu senken.

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Nicht nur für die Förderung von Erdöl, sondern auch für den Transport dieses Rohstoffs über Pipelines muss eine beachtliche Menge an Energie aufgebracht werden. Der während des Transports auftretende Energieverlust kann durch die Verwendung von Drag Reducing Agents (DRAs) deutlich reduziert werden. DRAs sind synthetische Polymere mit einem hohen molekularen Gewicht, die die Strömungseigenschaften verbessern können.

Die Vorteile von DRAs sind zwar bekannt, werden aber noch nicht ausreichend realisiert. Verschiedene Faktoren müssen bei der Nutzung beachtet werden und bis heute stand noch kein umfassendes Instrument zur Verfügung. Mitarbeiter eines spanischen Forschungsinstitutes haben jetzt zwei sich ergänzende Modelle entwickelt, die bereits erfolgreich an echten Pipelines getestet wurden.

Mit dem ersten Modell werden die DRA-Eigenschaften berücksichtigt und Nutzer verstehen, wie hoch die erreichte Reduzierung des Reibungswiderstandes sowie die erzielten Energieeinsparungen sein können. Das wichtigste Ergebnis des Modells ist eine Schätzung der optimalen DRA-Menge, die eingespritzt werden muss. Das zweite Modell untersucht, wie sich DRAs nach ihrer Einspritzung verhalten, wie gut sie sich in der Strömung auflösen und verteilen und wie sie sich im Laufe der Zeit zersetzen. Es bietet einen wichtigen Einblick in die Fragen, wie die vorher bestimmte DRA-Menge eingespritzt werden soll, an welchen Stellen dies geschehen soll und welche Konzentration erforderlich ist. Dabei werden die Abmessungen und der Aufbau der Pipeline berücksichtigt.

Bei Versuchen mit Compania Logistica de Hidrocarburos, einem bedeutenden spanischen Betreiber von Öl-Pipelines, wurden die Modelle mit Hinblick auf ihre Einheitlichkeit weiter getestet. Nach den erfreulichen Prüfergebnissen richtet sich die verantwortliche Forschungseinrichtung AICIA jetzt auf die Lizenzierung der Modelle und die anschließende Vermarktung an Betreiber von Pipelines. Die Software kann einerseits als Einzelprodukt verkauft werden. Es besteht aber andererseits auch die Möglichkeit, das Produkt an die individuellen Nutzeranforderungen anzupassen oder in vorhandene Systme zu integrieren.

Prof. Eduardo Fernandez Camacho | ctm
Weitere Informationen:
http://www.esi.us.es/AICIA/home.html

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