Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Multiplex-System statt Kabelbaum / High-tech im Nutzfahrzeug

21.06.2001


Ein neues Bord-Elektronik-System auf Multiplex-Basis von SiemensVDO Automotive, Informationssysteme Nutzfahrzeuge, revolutioniert die Informationsverarbeitung im Nutzfahrzeug. Die armdicken Kabelbäume verschwinden, die Steuereinheit wird kleiner, flexibler und zuverlässiger.

Heute kommen die Informationen von Gebern, Schaltern und Aggregaten aus dem Fahrzeug auf konventionellem Weg zu den Anzeigeinstrumenten, das heißt, die einzelnen Einheiten sind miteinander verdrahtet. Dies gilt auch für die Querverbindungen zwischen den einzelnen Geräten. Die steigende Anzahl von elektronischen Modulen und die zunehmende Variantenvielfalt bei Nutzfahrzeugen verlangen immer komplexere elektrische Bordnetze. In einem modernen Reisebus befinden sich zusammengerechnet etliche Kilometer Kabel, die weit über 150 Kilogramm wiegen. Dieses Gewicht lässt sich durch den Einsatz eines Multiplex-Busnetzes auf 30 - 40 verringern.

Das Kienzle-Bord-Elektronik-System, kurz KIBES-2, verwendet die fahrzeugerprobte CAN-Technik (Controller Area Network), die mittlerweile den Standard in der Fahrzeugindustrie darstellt. Über diesen Datenbus werden sämtliche Module miteinander verknüpft. Ein Zentralcomputer, als "Gehirn" des Netzwerkes, steuert die sogenannten dezentralen Multiplex-Knoten. In Bruchteilen von Sekunden leitet er die Signale zu den Multiplex-Knoten. Ebenso stellt er die Verbindung zur Armaturentafel her.

Multiplex-Knoten sind Mikroprozessor-Systeme, welche den Zustand der jeweiligen Endgeräte oder Sensoren erfassen. Schaltsignale des Zentralcomputers setzen sie mit Hilfe von intelligenten Halbleiterschaltern um. Darüber hinaus übernehmen sie Diagnosefunktionen.

Der Einsatz eines solchen Netzwerksystems bietet mehrere Vorteile. Durch die freie Programmierbarkeit des Zentralrechners wird eine größtmögliche Flexibilität erreicht. Das heißt, noch am Ende der Produktionslinie kann der Fahrzeughersteller die Programmierung verändern. So lassen sich unterschiedliche Varianten ohne aufwendige Logistik einfach und kostengünstig realisieren. Ein Informationsaustausch mit anderen intelligenten Systemen wie zum Beispiel dem Motormanagement ist ebenfalls möglich.

Vereinfachte Montage, die Möglichkeit das System modular zu erweitern sowie dessen Servicefreundlichkeit, kennzeichnen das Kienzle-System. KIBES bildet zusammen mit dem Kienzle Integriertem Fahrerinformationssystem KIIFIS das Kernstück einer ganzheitlichen Informationsverarbeitung im Nutzfahrzeug.




Drazenka Snajder
Heinrich-Hertz-Str. 45, 78052 Villingen-Schwenningen
Tel.: +49 7721 67-2617; Fax: -2618
E-Mail: drazenka.snajder@de1.vdogrp.de


Siemens AG
Corporate Communications
Presseabteilung
81730 München
Tel.: 49 89 636 41325

Drazenka Snajder | NewsDesk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht »ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern
18.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Intelligentes Lademanagement entwickelt – Forschungsprojekt ePlanB abgeschlossen
18.10.2017 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>